Neue Westfälische (Bielefeld): Kommentar: Zukunft der Pflege Wohnquartier statt Altenheim PETER STUCKHARD

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Viele Pflegeeinrichtungen müssen modernisiert
werden. Darüber zu jammern zeugt allerdings von einer sehr
interessengesteuerten Grundhaltung. Caritas und Diakonie geht es
weniger um das Wohl künftiger Pflegebedürftiger als um das
Fortbestehen der eigenen Institution in alten Bahnen: Ringelreihen im
Altersheim, zum Geburtstag kommen Pastor und Posaunenchor, und alles
ist gut. Folgte man diesem betriebswirtschaftlichen Denkschema, wären
Acht-Personen-Schlafsäle statt Einzelzimmer die richtige Lösung . Es
stimmt: In Zukunft gehen viele alte Pflegeheime vom Markt, weil die
Qualitätsanforderungen wachsen. Das ist aber nicht schlimm. Denn
erstens gibt es zwar einen wachsenden Pflegebedarf, doch jede Umfrage
zeigt aufs Neue: Die Menschen wollen so lange wie nur irgend möglich
in ihrer gewohnten Umgebung alt werden. Deshalb braucht
Nordrhein-Westfalen kein gewaltiges Pflegeheim-Renovierungs- und
Neubauprogramm. Pflege muss so gut wie möglich in der häuslichen
Umgebung der Wohnquartiere organisiert werden. Hier muss alles getan
werden, um das Prinzip „Ambulant vor stationär“ umzusetzen. Nicht in
Beton muss investiert werden, sondern in eine gute Bezahlung und die
Wertschätzung der ambulanten Pflege. Zweitens können
Investitionskosten in den Pflegesatz eingerechnet werden. Kann der
Bewohner den nicht aufbringen, gibt es in NRW als einem der wenigen
Länder Pflegewohngeld.

Pressekontakt:
Neue Westfälische
News Desk
Telefon: 0521 555 271
nachrichten@neue-westfaelische.de

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