Neues Deutschland: GEW-Vizechefin Demmer: Westerwelle redet pädagogischen Unfug

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Die Forderung von Bundesaußenminister Guido
Westerwelle (FDP), Kinder von Migranten sollten zuerst die deutsche
Sprache als „Schlüssel zur Integration“ lernen, stoßen in Fachkreisen
auf Widerspruch. „Westerwelles reflexartige Reaktion ist
pädagogischer Unfug“, sagte Marianne Demmer, stellvertretende
Vorsitzende der Erziehungsgewerkschaft GEW, gegenüber der
Tageszeitung „Neues Deutschland“ (Dienstagausgabe). Wichtig sei, dass
Kinder eine Sprache vernünftig lernen. „Das ist das Fundament für
alle weiteren Sprachen“. Wenn die erste Sprache in der Familie der
Kinder nicht Deutsch sei und die Eltern die deutsche Sprache
„vielleicht nicht so gut sprechen“, dann sei es sinnvoller, wenn die
Kleinen zunächst die Sprache der Eltern erlernten. Westerwelle hatte
mit seiner Forderung auf eine Rede des türkischen Ministerpräsidenten
Recep Tayyip Erdogan regiert, die dieser am Sonntag in Düsseldorf
gehalten hatte. Dabei hatte Erdogan Zuwanderer grundsätzlich zum
Erlernen der deutschen Sprache aufgefordert, sich aber gegen
Assimilation ausgesprochen. „Die Kinder, die in Deutschland groß
werden, müssen zu allererst Deutsch lernen“, hatte daraufhin
Westerwelle in Berlin erklärt. Ohne die deutsche Sprache „kommen sie
in der Schule nicht mit und haben später schlechtere Chancen als
andere“.

Pressekontakt:
Neues Deutschland
Redaktion

Telefon: 030/2978-1715

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