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Anna Laudere: In der Jugend fast schon ein
Burn-out

Primaballerina weinte während ihrer Schulzeit in Riga jeden Tag –
Wechsel nach Hamburg war die Lösung

Osnabrück. Die lettische Primaballerina Anna Laudere hat eine
harte Jugendzeit verlebt, bevor sie mit 16 Jahren nach Hamburg
auswanderte. „Wenn ich heute daran zurückdenke, glaube ich, es war
damals fast schon ein Burn-out“, verriet die 36-Jährige in einem
Interview mit der „Neuen Osnabrücker Zeitung“. In ihrer Schule in
Riga habe sie viele Probleme gehabt. „Schon als Teenager hatten wir
ein hartes und volles Programm. Wir starteten um acht Uhr morgens mit
dem normalen Unterricht, und mittags um ein Uhr begannen wir mit
Ballett bis sechs Uhr abends. Tanzunterricht, Rollenstudium, Make-up,
Klavierunterricht, alles eben“, sagte die erste Solistin des
Hamburger Balletts. „Wenn wir abends um acht Uhr endlich zu Hause
waren, mussten wir noch Hausaufgaben machen und Vorbereitungen für
den nächsten Morgen, sechs Tage die Woche, ein Jahr lang. Ich habe
jeden Tag geweint.“ Ihre Mutter habe das nicht mehr mit ansehen
können, und da ihr Vater Freunde in Hamburg hatte, schlugen sie ihr
vor, dort die Ballettschule zu besuchen. „Ich wusste nicht, wohin ich
komme, und hatte John Neumeiers Arbeiten noch nie gesehen oder davon
gehört. Meine Heimat aus dem ehemaligen Ostblock war damals immer
noch sehr abgeschlossen, es gab keine Informationen, kein Internet,
nichts“, erinnert sie sich. „Für mich war das sehr schwer, ich war
fast noch ein Kind, meine Eltern, mein Hund, meine Katzen, alles war
zu Hause. Aber meine Mutter sorgte sich um mich und sagte: Entweder
du machst in Hamburg weiter, oder du hörst auf zu tanzen.“ Auch nach
20 Jahren an der Alster fühlt sie sich aber nicht als Hamburger
Deern. „Ich liebe Hamburg, ich bin wahnsinnig gerne hier, und die
Arbeit mit John Neumeier ist einfach unglaublich und wunderbar. Aber
richtig zu Hause bin ich in meinem Sommerhaus in Lettland“, sagte
sie.

Pressekontakt:
Neue Osnabrücker Zeitung
Redaktion

Telefon: +49(0)541/310 207

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