NRW will Zahl der verkaufsoffenen Sonntage schon 2018 verdoppeln

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Die nordrhein-westfälische Landesregierung
will die Anzahl der verkaufsoffenen Sonntage bereits 2018 von vier
auf acht verdoppeln. Andreas Pinkwart (FDP), NRW-Minister für
Wirtschaft und Digitales, hofft, dass die neue Regelung „schon im
kommenden Frühjahr in Kraft treten kann“. Dies teilte er der
Onlineausgabe des von der dfv Mediengruppe herausgegebenen
Fachmagazins TextilWirtschaft (TW) mit.

Gleichzeitig will NRW Klagen gegen geplante verkaufsoffene
Sonntage verhindern, indem die im Mai gewählte schwarz-gelbe
Koalition den sogenannten „Anlassbezug“ abschaffen möchte. Bisher ist
für die Genehmigung einer Sonntagsöffnung ein besonderer Anlass wie
etwa ein großes Fest oder eine Messe notwendig. Oftmals klagen
insbesondere die Dienstleistungsgewerkschaft ver.di oder die Kirchen
erfolgreich dagegen, weil sie den Anlass für nicht angemessen halten.
Somit wird die Ladenöffnung an Sonntagen in vielen Fällen verhindert.
Insbesondere die Onlinehändler, die sonntags hohe Umsätze erzielen,
machen den stationären Händlern schwer zu schaffen, deren Läden an
diesem Tag zumeist geschlossen bleiben müssen.

Ladenöffnung ist in Deutschland Ländersache. NRW-Minister Pinkwart
sagte der TextilWirtschaft, er würde sich „sehr freuen“, wenn andere
Länder dem NRW-Vorstoß folgen würden. C&A, Galeria Kaufhof und andere
Handelsketten erklärten auf Nachfrage der TW, sie wollten die
zusätzlichen Sonntagsöffnungen nutzen, sobald sie eingeführt seien.

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