Ostsee-Zeitung: Kommentar zum Bombenanschlag in der Türkei

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Wem nützt es, wenn zwei Autobomben in der
türkischen Stadt Reyhanli Dutzende Menschen in den Tod reißen? Das
syrische Assad-Regime ist natürlich verbittert über Ankara. Der
einstige Verbündete unterstützt inzwischen die Rebellen. Das Attentat
also ein Racheakt? Die neo-osmanische Regierung unter Premier Erdogan
wiederum, die mit dem Abzug der PKK-Kurden in den Nordirak
militärisch immer selbstbewusster auftritt, drängt offen auf den
Sturz Assads. Der wird des C-Waffeneinsatzes beschuldigt. Aber klare
Beweise, die die USA zum Eingreifen zwingen könnten, blieb Erdogan
bislang schuldig. Eine zweite Lüge wie um die angeblichen
Massenvernichtungswaffen im Irak kann sich Washington politisch nicht
leisten. Präsident Obama ist hin- und hergerissen zwischen der
avisierten internationalen Syrien-Konferenz und der Verhängung einer
von Ankara geforderten Flugverbotszone. Der Anschlag von Reyhanli
stellt eine Zäsur dar. Der Druck auf Obama wächst enorm. Und schon am
Donnerstag kommt Erdogan ins Weiße Haus.

Pressekontakt:
Ostsee-Zeitung
Jan-Peter Schröder
Telefon: +49 (0381) 365-439
jan-peter.schroeder@ostsee-zeitung.de

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