Ostsee-Zeitung: Kommentar zum Drogenbericht der Bundesregierung

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Licht und Schatten liegen beim neuen Drogenbericht
der Bundesregierung dicht beisammen. Die Zahl der Menschen, die durch
das Teufelszeug ihr Leben verloren, ist im vergangene Jahr auf den
niedrigsten Stand seit 25 Jahren gesunken. Doch immerhin waren noch
944 Tote zu beklagen, die sich meist mit tödlichen Cocktails den
letzten Schuss setzten. Ein Junge wurde nicht einmal 13 Jahre alt.
Hinter den trockenen Zahlen der Drogenstatistik und den vielfachen
„Drogenkarrieren“ stecken Schicksale, verschenkte, verzweifelte
Leben. Die vielfach zu spürende Abstumpfung gegenüber dem Drogenthema
wird dem gesellschaftlichen Problem indes nicht gerecht. Auch dass in
den amtlichen Statistiken weniger Fälle von Opfern sogenannter harter
Drogen, wie etwa Heroin, verzeichnet sind, ist alles andere als ein
Grund zur Entwarnung. Der Trend weg von der Spritze zu dem Zeug, was
verniedlichend und hipp Party-Drogen genannt wird, ist nicht weniger
gefährlich. Offenbar müssen auch in der Drogenprävention neue Wege
gegangen werden.

Pressekontakt:
Ostsee-Zeitung
Jan-Peter Schröder
Telefon: +49 (0381) 365-439
jan-peter.schroeder@ostsee-zeitung.de

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