Präsident des Bundesamtes für Katastrophenschutz: Deutschland hat Corona-Krise erfolgreich gemeistert

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Armin Schuster zu Lehren aus der Krise: „Mangel an Schutzmasken wird nicht wieder vorkommen“

Osnabrück. Nach Ansicht des Präsidenten des Bundesamtes für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe (BBK), Armin Schuster, ist Deutschland gut durch die Corona-Pandemie gekommen. „Ich bin felsenfest davon überzeugt, dass wir am Ende beweisen werden, dass unser Weg insgesamt im Weltvergleich ein sehr erfolgreicher war“, sagte Schuster im Interview mit der „Neuen Osnabrücker Zeitung“. Er kritisierte: „Es hat in den vergangenen Monaten überhandgenommen, dass wir uns in Deutschland selbst mit Kritik überschütten über unser angeblich miserables Pandemiemanagement. Ich kann mich dieser Pauschalkritik nicht anschließen, denn sehr viele Leute machen einen Bombenjob.“ Dazu gehörten das medizinische Personal, das Technische Hilfswerk, die Bundeswehr, die Mitarbeiter in den Stadtverwaltungen und Landratsämtern und die vielen Ehrenamtlichen in den Hilfsorganisationen.

Als Lehre aus der Corona-Krise mahnte der oberste Katastrophenschützer, künftig mehr Schutzmasken vorrätig zu haben. Schuster sagte: „Wir haben drei Dinge zu tun. Erstens müssen wir als Staat Schutzmasken bevorraten. Zweitens könnte man per Gesetz vorgeben, dass Firmen, Apotheken oder Krankenhäuser Materialien in einem bestimmten Umfang vorhalten müssen. Drittens geht es um heimische oder europäische Produktionskapazitäten für den Notfall.“ Auf die Frage, ob eine stärkere eigene heimische Produktion nötig sei, sagte Schuster: „Ja, das ist erkannt.“

Auf diese Weise werde es keine Engpässe mehr bei der Versorgung mit Schutzmasken wie zu Beginn der Corona-Pandemie geben: „Es hat an Schutzmasken und Schutzanzügen gefehlt, das wird nicht wieder vorkommen.“ Das BBK unterstütze das Bundesgesundheitsministerium derzeit „in der Konzeption und Planung einer Nationalen Reserve Gesundheitsschutz, die für jedwede Krise ausgelegt ist“, sagte Schuster.

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Präsident des Bundesamtes für Katastrophenschutz setzt auf bundesweite Warn-App

Armin Schuster: Warnungen auch über Lebensmittelsicherheit und Strahlenschutz

Osnabrück. Als Lehre aus der Corona-Pandemie fordert der Präsident des Bundesamtes für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe, Armin Schuster, einen Ausbau der bundesweiten Warn-App für Smartphones. Die App sollte künftig nicht nur über Katastrophen wie Feuer, Hochwasser und Pandemien informieren, sondern auch bei Kernkraftunfällen, Rückrufen von Lebensmitteln und Amokläufen die Bürger warnen. Im Interview mit der „Neuen Osnabrücker Zeitung“ kündigte Schuster an, dass die Warn-App fürs Handy namens „NINA“ erweitert werde: „Wir wollen die App weiter ausbauen zu einer Bundeswarn-App.“ Der oberste Katastrophenschützer fügte hinzu: „Ich hoffe, dass weitere Ministerien mitmachen und die App dann auch für Warnungen im Bereich der Lebensmittelsicherheit, des Strahlenschutzes oder von der Polizei genutzt wird.“ Für den im Rahmen der Corona-Pandemie eingerichteten Corona-Kanal habe sein Amt von der Bevölkerung viel Zuspruch erhalten.

Über die „NINA“-Warn-App verbreitet das Amt Nachrichten und Warnmeldungen über Katastrophen wie Großbrände, Hochwasser, Unwetter oder Gefahrstoffe. Bislang haben bereits 9 Millionen Nutzer „NINA“ nach Worten Schusters heruntergeladen – mit steigender Tendenz. Allein im vergangenen Jahr seien bundesweit über 1000 Warnungen über die Warn-App „NINA“ erfolgreich ausgelöst worden.

Die App geriet beim ersten bundesweiten Warn-Tag 2020 allerdings in die Kritik, da die Meldung teilweise eine halbe Stunde zu spät über die App kam. Schuster erklärte, es sei viel nachgebessert worden: „Wir haben das Menschenmögliche getan, um die technischen und organisatorischen Probleme in unserem System zu beseitigen.“ Diese habe man erst wegen des Warntags entdecken können, „weil das System da erstmals unter Volllast getestet wurde“. Bei technisch so komplexen Systemen bleibe aber immer ein Risiko.

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