Regelnändern / Kommentar von Christian Matz zur Maskenpflicht

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Die Maskenpflicht ist ein Symbol. Für den Streit zwischen Befürwortern und Gegnern der Corona-Regeln, aber auch dafür, wie viel Rücksicht man gegenüber anderen nimmt: Ich schütze dich, du schützt mich – indem wir beide, wenn wir uns begegnen, eine Maske tragen. Das war lange der richtige Grundsatz. Nun aber haben sich die Zeiten gewandelt. Es ist wärmer, die Menschen sind draußen unterwegs, wo die Ansteckungsgefahr sehr gering ist. Vor allem aber sind die Inzidenzen deutlich gesunken, und es sind deutlich mehr Menschen geimpft. Zwangsläufig müssen deshalb die Corona-Regeln verändert werden, weil sie verhältnismäßig sein müssen. Auch die Maskenpflicht muss neu geregelt werden. Dabei sind die Fortschritte in der Pandemiebekämpfung zu berücksichtigen, aber auch die Gefahren: Es gibt ansteckendere Virus-Mutationen, es gibt noch immer sehr viele ungeimpfte Menschen. Und es muss das Verhalten der Bürger berücksichtigt werden, die sich überwiegend vernünftig verhalten (wollen) – und für die die Maske meist eine vergleichsweise geringe Einschränkung bedeutet. Wie sollte die Maskenpflicht also geregelt werden? Eine komplette Aufhebung wäre falsch. Dies würde auch das völlig falsche Signal aussenden, nämlich dass Corona vorbei ist. Eine Lösung könnte stattdessen sein: 1.Keine Maskenpflicht draußen; vorerst mit Ausnahme der Mitarbeiter etwa in der Gastronomie, den „Multiplikatoren“ mit den meisten Kontakten. 2. Stattdessen „nur“ die Empfehlung, bei größeren Menschenansammlungen Maske zu tragen. 3. Drinnen muss die Maskenpflicht vorerst weiterhin gelten. 4. Das größte Problem sind die Schulen und die räumliche Situation dort, wo Kinder drinnen über lange Zeit eng beieinander sitzen. Womöglich muss die Abwägung je nach Alter und Lage im jeweiligen Bundesland unterschiedlich ausfallen. Auch ein solcher Kompromiss würde den Streit um die Maske nicht endgültig lösen – aber es wäre ein gangbarer Weg, zumindest für die nächsten Sommerwochen und -monate. Überprüft werden müssen die Regeln ohnehin ständig, und spätestens im Herbst sieht es vielleicht schon wieder anders aus. Damit sie auch eingehalten werden, ist zweierlei nötig: nachvollziehbare, verhältnismäßige Vorgaben von oben – und die Einsicht und Eigenverantwortung der Bürger.

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