Rheinische Post: Bundesregierung: Altersarmutsrisiko in NRW mit 15,8 Prozent höher als im Bundesschnitt

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Die Gefahr der Altersarmut hat im
bevölkerungsreichsten Bundesland Nordrhein-Westfalen nach Daten der
Bundesregierung deutlich stärker zugenommen als im
Bundesdurchschnitt. Das geht aus einer Antwort der Bundesregierung
auf eine Anfrage der Grünen-Bundestagsfraktion hervor, die der in
Düsseldorf erscheinenden „Rheinischen Post“ (Dienstagausgabe)
vorliegt. Demnach stieg die so genannte Armutsrisikoquote – der
Anteil derer, die ein Einkommen von weniger als 60 Prozent des
Durchschnitts haben – in NRW von 2005 bis 2016 deutlich von 9,7 auf
15,8 Prozent der über 65-Jährigen. Im Vergleich dazu nahm die
Armutsrisikoquote bundesweit mit deutlich geringerem Tempo zu – von
elf auf 14,8 Prozent der Senioren. Auch der Anteil derer, die im
Alter und bei Erwerbsminderung auf staatliche Grundsicherung
angewiesen sind, ist in Nordrhein-Westfalen stärker als im
Bundesschnitt gestiegen. Er nahm in NRW von 2010 bis 2015 um rund ein
Drittel auf 4,1 Prozent zu, heißt es in der Antwort. Bundesweit sind
dagegen erst gut drei Prozent der Älteren Grundsicherungsempfänger.
Frauen sind häufiger von Altersarmut betroffen als Männer: 4,5
Prozent der älteren Frauen in NRW bezogen im Jahr 2016 die
Grundsicherung im Alter, bei den Männern waren es erst 3,6 Prozent.
„Setzt sich der Trend der letzten fünf Jahre fort, droht NRW und
insbesondere das Ruhrgebiet zum Hotspot der Altersarmut zu werden“,
warnte der rentenpolitische Sprecher der Grünen, Markus Kurth.

Pressekontakt:
Rheinische Post
Redaktion

Telefon: (0211) 505-2621

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