Rheinische Post: Gespaltene Konjunktur Kommentar Von Birgit Marschall

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Die deutschen Unternehmen haben sich von der
Unsicherheit im Euro-Raum offenbar nur vorübergehend anstecken
lassen: Im ersten Quartal des Jahres ging es mit der Konjunktur
wieder aufwärts, die Wachstumsdelle des Winters scheint überwunden zu
sein. Außerhalb des Währungsgebiets zieht die Nachfrage nach
deutschen Produkten merklich an. Und im Inland rechnen Firmen dank
des robusten Arbeitsmarkts, der höheren Tarifabschlüsse und der
Entlastungen bei den Sozialabgaben mit einer lebhaften
Konsumnachfrage. Im übrigen Euro-Raum allerdings verflüchtigt sich
die seit fast drei Jahren andauernde Rezession nicht etwa, sondern
sie droht sich sogar noch zu vertiefen. Das muss Deutschland
alarmieren. Auf Dauer wird es nicht möglich sein, ohne ein
prosperierendes Umfeld zufriedenstellende Wachstumsraten zu erzielen.
Zudem wird die Euro-Krise umso teurer, je länger die Rezession
andauert. Es ist daher an der Zeit, dass die Bundesregierung bereits
verabredete Maßnahmen zur Ankurbelung des Wachstums im Euro-Raum
aktiviert, statt weiter einseitig aufs Sparen zu setzen.

Pressekontakt:
Rheinische Post
Redaktion

Telefon: (0211) 505-2621

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