Rheinische Post: Historiker: Provokationen der AfD nicht ignorieren

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Der Verband der Historiker und Historikerinnen
Deutschlands fordert eine entschlossene Reaktion auf populistische
Provokationen. „Empörung allein ist nicht produktiv – das macht nur
den Gegner fett“, sagte die Verbandsvorsitzende Eva Schlotheuber der
Düsseldorfer Rheinischen Post (Samstag). „Es gibt, heute wie früher,
Kreise, die in ihrem eigenen Geschichtsverständnis nicht gestört
werden möchten“, sagte Schlotheuber, die in Düsseldorf
Mittelalterliche Geschichte lehrt, zu Äußerungen wie der von AfD-Chef
Alexander Gauland, der Nationalsozialismus sei nur „ein Vogelschiss
in über tausend Jahren erfolgreicher deutscher Geschichte“ gewesen.
Schlotheuber sagte: „Die Gegenstrategie muss sein, diese Aussagen im
öffentlichen Raum zu diskutieren und entschieden zu widerlegen. Viel
Unheil kann dieser verformende Blick auf unsere Geschichte anrichten,
wenn dieser Diskurs im Untergrund bleibt.“ Die Verbandsvorsitzende
hält nach eigener Aussage auch nichts davon, Äußerungen wie die
Gaulands zu ignorieren: „Wir setzen uns im Moment eher zu wenig als
zu viel mit solchen Stimmen auseinander. Diese Debatte brauchen wir
aber unbedingt.“

Pressekontakt:
Rheinische Post
Redaktion

Telefon: (0211) 505-2621

Original-Content von: Rheinische Post, übermittelt durch news aktuell

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