Rheinische Post: KOMMENTAR: Gelbe Märchen

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Von Antje Höning

Digitalisierung ist Fluch und Segen zugleich. Das muss auch die
Deutsche Post erleben. Auf der einen Seite ist sie der große Gewinner
des Online-Booms. Immer mehr Deutsche kaufen im Netz, entsprechend
steigt der Umsatz mit Paketlieferungen. Auf der anderen Seite machen
Mails und SMS dem klassischen Brief zunehmend Konkurrenz.
Entsprechend sucht die Post nach Wegen, um das Brief-Geschäft
effizienter zu betreiben. Vor dem Hintergrund ist auch der Test zu
sehen, den Postmann nur noch einmal pro Woche klingeln zu lassen. Das
Ansinnen ist verständlich. Doch die Art, wie die Post ihr Experiment
verkauft, ist unehrlich. Natürlich geht es dem gelben Riesen nicht
darum, Kunden, die selten zuhause sind, neuen Service zu bieten. Es
geht darum, die unter Druck geratene Rendite im Briefgeschäft zu
sichern. Das ist das gute Recht der Post. Doch sie darf sich nicht
wundern, dass Kunden und Gewerkschaft Unheil wittern. Und klar ist
auch: Ein Brief ist keine Ware wie ein Brötchen. Die Post ist zum
Universaldienst verpflichtet, schließlich genießt sie dafür auch
Privilegien.

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