Rheinische Post: Kommentar: Keine Angst vor den neuen Telenotärzten

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Der Telenotarzt ist eine Chance für das
Rettungswesen. Richtig eingesetzt, verbessert er die Qualität der
Erstversorgung am Einsatzort, weil er öfter und schneller eingesetzt
werden kann als herkömmliche Notärzte. Denn wenn der Zufall es will
und alle verfügbaren Notärzte gerade bei anderen Einsätzen gebraucht
werden, ist der Telenotarzt für die Rettungsmannschaft vor Ort die
beste Möglichkeit, trotzdem auf ärztliche Expertise zuzugreifen. Das
Risiko der Fernexpertise ist dank moderner Technik kleiner, als man
meint. Über hochauflösende Kameras kann auch ein Telenotarzt den
Patienten ziemlich genau in Augenschein nehmen. Außerdem hat er
Zugriff auf wichtige Messdaten etwa zur Sauerstoffkonzentration und
zur Arbeit des Herzens. Und nicht zuletzt kooperiert der Telenotarzt
aus der Ferne mit einer Rettungswagen-Besatzung vor Ort, die Dank
immer umfangreicherer Ausbildung inzwischen auch im internationalen
Vergleich exzellent ausgebildet ist. Natürlich ist ein körperlich
anwesender Arzt die bessere Alternative. Aber nicht alles, was
wünschenswert ist, ist immer auch machbar. Der dosierte Einsatz von
Telenotärzten ist nicht fahrlässig. Fahrlässig wäre, den Patienten
diese Möglichkeiten vorzuenthalten.

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