Rheinische Post: Kommentar: Riskanter Balanceakt

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Mit dem türkischen Präsidenten kommt ein für
Deutschland schwieriger Gast. Recep Tayyip Erdogan hat in den
vergangenen Jahren eine Entwicklung in seinem Land von einer
Beinahe-Demokratie hin zu einem autokratischen System vorangetrieben
und das deutsch-türkische Verhältnis schwer beschädigt. Erdogan muss
von der deutschen Regierung für die autoritäre Umgestaltung seines
Landes und seiner Verfassung kritisiert werden. Aber Deutschland und
die Türkei müssen auch sprechfähig bleiben. Wenn man mit all jenen,
die man nicht für demokratisch hält, keinen Umgang mehr pflegt,
reduziert sich die Zahl internationaler Gesprächspartner drastisch.
Der Besuch von Erdogan in Deutschland kann nur glimpflich verlaufen,
wenn Bundesregierung und Bundespräsident Distanz zeigen. Vor allem
wird es darauf ankommen, was nach dem offiziellen Ende des
Staatsbesuchs passiert, wenn Erdogan in Köln die Ditib-Moschee
eröffnet. Sollte die Stadt chaotische Szenen erleben oder Erdogan
seinen Auftritt nutzen, um die Stimmung negativ anzuheizen, dann
verschlechtert sich die Beziehung erneut auf das Niveau von Ende
2017.

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