Rheinische Post: Kommentar: Sprit-Engpässe zeigen unsere Verletzlichkeit

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Der Vorstoß des Bundesverkehrsministeriums ist
vernünftig: Wenn Tankschiffe wegen des niedrigen Wasserstands auf dem
Rhein nur eingeschränkt fahren können, müssen eben die wenigen
Tanklastwagen auch sonntags über Autobahnen fahren dürfen. Das
verhindert, dass NRW und andere Teile Deutschlands beim Sprit noch in
eine richtige Versorgungskrise rutschen. Aktuell mag es manchmal zwar
ärgerlich sein, wenn an einigen Tankstellen eine oder mehrere
Spritsorten zeitweise ausgehen, doch eine wirkliche Krise ist das
noch nicht.

Gleichzeitig zeigen die Versorgungsengpässe, wie verletzbar unsere
Industriegesellschaft ist. Es ist im Interesse Deutschlands, beim
Kampf gegen den Klimawandel endlich konsequent mitzumachen.
Monatelange Trocken- und Hitzephasen können auch hierzulande zu
schwierigen Situationen führen, weitere Migrationswellen aus dem
Süden drohen, auch die Brände in Kalifornien sind eine Warnung – wir
müssen also weniger Kohlendioxid in die Atmosphäre jagen.

Dies schließt pragmatisches Handeln nicht aus: NRW sollte mit
Pipelines besser an die Häfen an der Nordsee angeschlossen werden, um
Raffinerien und Tankstellen zuverlässiger versorgen zu können.

Pressekontakt:
Rheinische Post
Redaktion

Telefon: (0211) 505-2621

Original-Content von: Rheinische Post, übermittelt durch news aktuell

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