Westfalen-Blatt: zu Waffenexporten

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In der besten aller Welten gäbe es gar keine
Waffen, keine Kriege und keine Konflikte. Die Realität ist leider
eine andere. Dazu gehört das Leid der Menschen im Jemen. Sie sind die
Opfer des inner-muslimischen Krieges zwischen Sunniten
(Saudi-Arabien) und Schiiten (Iran) um die Vormacht in der
islamischen Welt, der auch auf dem Boden des Jemen ausgetragen wird.
Und vor seinen Küsten, und da kommen die Patrouillenboote aus Wolgast
ins Spiel. Kritiker der Rüstungsexporte gehen davon aus, dass die
Saudis mit diesen Booten die Seeblockade im Roten Meer und im Golf
von Aden durchsetzen, die mit zur Hungersnot im Jemen beiträgt. Der
Jemen-Krieg wäre ein Grund gewesen, Waffenlieferungen an die Saudis
zu überdenken. Der Fall Khashoggi ist es nicht. Wenn die
Bundesregierung wegen des mysteriösen Todes eines Mannes, der als
Journalist firmierte, aber eher ein Aktivist der islamistischen
Muslimbrüder war, 300 Werft-Arbeitsplätze im strukturschwachen
Mecklenburg-Vorpommern riskiert, dann handelt sie falsch. Die
Entscheidung muss zurückgenommen werden.

Pressekontakt:
Westfalen-Blatt
Dominik Rose
Telefon: 0521 585-261
d.rose@westfalen-blatt.de

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