Rheinische Post: Kommentar: Zu viel Kohle für Kohle

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VON ANTJE HÖNING Die öffentliche Meinung haben
die Klimaschützer auf ihrer Seite: 73 Prozent der Deutschen halten
laut Politbarometer einen schnellen Kohle-Ausstieg für wichtig oder
sehr wichtig. Bilder von engagierten Schülern, die in Berlin der
Kohlekommission einheizen, unterstreichen dies. Und mag am deutschen
Klimawesen auch nicht die Welt genesen, so ist es doch wichtig, dass
das Land einen verlässlichen Fahrplan für den Ausstieg beschließt.
Nun aber kommt es auf die Details an. Immer mehr Kohle für die Kohle
kann kein Ausweg sein. Natürlich steht den Versorgern, die ihre
Blöcke vorzeitig abschalten, ein Ausgleich zu. Doch es verbietet
sich, dass der Steuerzahler ihre alten, abgeschriebenen Möhrchen
vergoldet. Schon jetzt werden Öko- und Atomstrom sowie
Kraft-Wärme-Koppelung subventioniert, künftig wird es auch der
Kohlestrom sein. Mit Marktwirtschaft hat das wenig zu tun. Ebenso
darf Ostdeutschland sich jetzt nicht unter dem Deckmantel des
Kohleausstiegs den Strukturwandel finanzieren lassen oder Behörden
aus Bonn und Berlin abziehen. So lässt sich Wachstum nicht erzwingen.

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