Rheinische Post: Luftfahrt-Streiks bleiben Kommentar Von Thomas Reisener

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Unter dem jüngsten Streik litten gestern wieder
150.000 Lufthansa-Kunden. Aber das Chaos blieb aus. Nach neun
Luftfahrt-Streiks allein in den letzten zwölf Monaten sind die
Passagiere offenbar geübt: Die meisten hatten sich rechtzeitig
Alternativen organisiert. Sie werden in Übung bleiben. Die hohe
Streikfrequenz ist zu einer Konstante der Branche geworden. Das hat
zwei Ursachen. Erstens: Die deutsche Luftfahrt muss inzwischen um
jeden Euro kämpfen, um überhaupt noch überleben zu können. Wegen der
drastischen Sparprogramme und des Personalabbaus in der Branche gilt
das für viele ihrer Beschäftigten allerdings auch. Zweitens: Mit
Cockpit (Piloten), Ufo (Flugbegleiter) und Verdi sind bei der
Lufthansa drei Gewerkschaften maßgebend. Ihr Profilierungswettbewerb
wird auch in Zukunft überzogene Forderungen und Machtdemonstrationen
provozieren. Mit fatalen Folgen: In ihrem Kerngeschäft Passage flog
die Lufthansa 2012 einen Verlust von 45 Millionen Euro ein. Allein
der gestrige Streiktag kostete sie 15 Millionen Euro.

Pressekontakt:
Rheinische Post
Redaktion

Telefon: (0211) 505-2621

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