Rheinische Post: Minister muss Polizei besser aufstellen Kommentar Von Christian Schwerdtfeger

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Liest man das 62 Seiten starke Positionspapier
der Gewerkschaft der Polizei, stellt sich unweigerlich die Frage,
wieso viele der enthaltenden Forderungen nicht längst Realität sind.
Man sollte doch als Bürger zum Beispiel annehmen können, dass die
Polizei in der Verbrechensbekämpfung ausreichend qualifizierte
Ermittler im Einsatz hat. Dass das offenbar nicht so ist,
verunsichert. Heißt es doch nichts anderes, als dass die Kriminellen
der Polizei oftmals mehr als einen Schritt voraus sind – das betrifft
vor allem auch die Technik. Während die Verbrecher auf diesem Sektor
immer weiter aufrüsten, jagen die Fahnder sie oftmals noch mit
veralteten Technologien. Ein ungleicher Kampf, der auf Kosten der
Sicherheit geführt wird. Aber statt die Polizei endlich besser
auszustatten, wird sie vom Land kaputtgespart. Innenminister Ralf
Jäger sei deshalb empfohlen, das Positionspapier aufmerksam zu lesen.
Dann wird auch er einsehen müssen, dass seine Polizei nicht gut
aufgestellt ist. Seine Aufgabe ist es, der Ministerpräsidentin die
notwendigen finanziellen Mittel abzuringen. Macht er das nicht, wird
seine Glaubwürdigkeit als oberster Polizeichef des Landes weiter
bröckeln.

Pressekontakt:
Rheinische Post
Redaktion

Telefon: (0211) 505-2621

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