Rheinische Post: Schulz sieht Benachteiligungen von Deutsch-Türken als Grund für Unterstützung Erdogans

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Der frühere SPD-Chef und Kanzlerkandidat Martin
Schulz sieht in der gesellschaftlichen Benachteiligung von
Deutsch-Türken einen Grund dafür, warum viele von ihnen bei der
türkischen Präsidentschaftswahl Recep Tayyip Erdogan wählten. “Der
Jubel für Erdogan ist auch eine Reaktion auf die vielen
Benachteiligungen, die Deutsch-Türken, die in der dritten oder
vierten Generation hier leben und deutsche Staatsbürger sind, immer
noch erfahren”, sagte Schulz der Düsseldorfer “Rheinischen Post”
(Mittwoch). “Ob es die kleinen Fragen im Alltag sind, beispielsweise
danach, ob sie denn auch Deutsch sprechen, ob es Benachteiligungen
bei Jobs oder Wohnungen sind – in vielen Bereichen gibt es keine
genügende Gleichberechtigung und zu viele Benachteiligungen”, so der
SPD-Politiker. Dann komme einer wie Erdogan, der diesen Menschen
Stolz vermittele. Die Identifikation mit Erdogan sei für viele
Deutsch-Türken, die in Deutschland Demütigung erfahren, eine
Kompensation, sagte Schulz. “Dass sie dabei einem autoritären
Herrscher zujubeln, ist dennoch schwer akzeptabel.” Schulz sieht nun
das Risiko eines künftig noch autoritärer auftretenden Erdogan. “Wir
müssen uns darauf einstellen, dass er mit allen Mitteln versuchen
wird, das ganze Land auf seinen Kurs zu bringen”, sagte Schulz. Die
Opposition im Lande werde sich auf noch härtere Zeiten einstellen
müssen, fügte der frühere Präsident des Europaparlaments hinzu.

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