RNZ: Retter der Welt? – Kommentar zu Euro/China

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Von Thomas Veigel

Ohne China wären die USA längst pleite. Nun will das Reich der
Mitte auch verstärkt Europas Schulden kaufen. Italien hat bereits
beim Staatsfonds in Peking um Hilfe gerufen. Das Hilfsangebot des
chinesischen Ministerpräsidenten ist nicht selbstlos, dahinter
stecken handfeste politische und wirtschaftliche Interessen – und ein
deutlich gestiegenes Selbstbewusstsein. China will als
Marktwirtschaft anerkannt werden, was den Handel erleichtern würde.
Der Exportweltmeister will aber vor allem seine Absatzmärkte sichern.
Ein Großteil der in China hergestellten Waren geht nach Europa und in
die USA. Deshalb sind die Chinesen an stabilen Verhältnissen dort
interessiert. Eine Rezession in Europa und den USA hätte dramatische
Auswirkungen auf die Beschäftigung in China. Das Reich der Mitte
besitzt bereits europäische Staatsanleihen im Wert von geschätzt
einer Dreiviertel Billion Euro. Aber selbst bei einer deutlichen
Aufstockung des Engagements könnte China Europa und seine Währung
nicht retten, aber es wäre eine eindringliche Demonstration, die den
Vertrauensverlust in die Gemeinschaftswährung verringern könnte.
Außerdem will China in Europa und in den USA investieren,
finanzpolitische Hilfe wäre da ein guter Wegbereiter.

Pressekontakt:
Rhein-Neckar-Zeitung
Manfred Fritz
Telefon: +49 (06221) 519-0

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