Roland Berger: Der brasilianische Markt wächst rasant und bietet hervorragende Chancen für internationale Automobilhersteller und Zulieferer

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– Think:act CONTENT „Autoparadies Brasilien?“ zeigt: Bis 2020
verdoppelt sich die Anzahl der Autoverkäufe in Brasilien auf bis
zu 6,6 Millionen Fahrzeuge jährlich
– Schon 2015 könnte der brasilianische PKW-Markt nach China und
den USA der drittgrößte der Welt sein
– Bei Nutzfahrzeugen ist bis 2015 ein Wachstum von acht Prozent
pro Jahr zu erwarten
– Konkurrenten aus China und Indien drängen im Billigsegment in
den Markt und könnten bis 2020 zehn Prozent Marktanteil erobern
– Exorbitante Herstellungs- und Finanzierungskosten sowie hohe
Steuern und eine mangelhafte Automation in der Produktion
beschränken die Wettbewerbsfähigkeit Brasiliens

Brasiliens florierende Wirtschaft und der daraus resultierende
Wohlstand der Bevölkerung wirken sich positiv auf den brasilianischen
Automarkt aus. Die Anzahl der PKW-Verkäufe könnte daher bis 2020 auf
6,6 Millionen Fahrzeuge jährlich wachsen. Auch die Angebotsstruktur
ändert sich: Die steigenden Ansprüche der Käufer generieren eine hohe
Nachfrage im Premiumsegment. So werden im Jahr 2014 bis zu einer
Millionen Premiumfahrzeuge in Brasilien verkauft. Davon können
internationale Automobilhersteller und Zulieferer profitieren. Um
globale Wettbewerbsfähigkeit zu erreichen, müssen die Akteure auf dem
brasilianischen Markt jedoch hohe Investitionen in vielen Bereichen
der Wertschöpfungskette in Kauf nehmen. Denn eine mangelhafte
Automation und eine niedrige Produktivität treiben derzeit die
Produktionskosten in die Höhe. Dies zeigt die neue Ausgabe des
Magazins think:act CONTENT der Strategieberatung Roland Berger mit
dem Titel „Autoparadies Brasilien?“.

„Brasilien entwickelt sich gerade zu einem hoch interessanten
Standort für nationale und internationale Automobilhersteller“, sagt
Stephan Keese, Partner bei Roland Berger Strategy Consultants. „Durch
das starke Wirtschaftswachstum und den steigenden Wohlstand der
Brasilianer bekommt das Auto dort einen vollkommen neuen
Stellenwert.“ Dies spiegelt sich auch in den Zukunftsprognosen der
Experten wider: Bis 2020 könnten die PKW-Verkäufe in Brasilien auf
rund 6,6 Millionen Fahrzeuge jährlich ansteigen. „Das ist doppelt so
viel wie noch im Jahr 2010. Bei andauerndem Wachstum könnte Brasilien
schon 2015 der drittgrößte PKW-Markt der Welt sein“, sagt Keese.
Gleichzeitig steigen jedoch auch die Ansprüche der Brasilianer.
„Früher gaben sich brasilianische Konsumenten mit veralteter Technik
zufrieden, heute verlangen sie preiswerte, aber hochmoderne
Fahrzeuge.“ Besonders im Premiumsegment entwickelt sich der
brasilianische Markt rasant: Wurden 2006 gerade einmal 150.000
Fahrzeuge verkauft, so waren es im Jahr 2010 schon rund 670.000. Für
2014 gehen die Experten von ca. einer Millionen verkauften
Premiumfahrzeugen aus.

Zulieferer und Nutzfahrzeuge profitieren vom Wachstum Auch für die
Zuliefer- und Nutzfahrzeugbranche bietet der wachsende brasilianische
Markt hervorragende Chancen. „Die Zulieferer haben ihren Umsatz in
den vergangenen zehn Jahren um den Faktor vier erhöht“, sagt Keese.
Bis 2020 rechnen die Experten mit bis zu 13 Milliarden Euro an
zusätzlichem Umsatz. Dieser entsteht nicht nur aufgrund der
wachsenden Nachfrage, erklärt Keese: „Moderne Fahrzeugplattformen
setzen neue Technologien voraus und das generiert neuen Umsatz.“
Ähnlich positiv fallen die Prognosen für die Hersteller von
Nutzfahrzeugen aus: Bis 2020 ist hier ein jährliches Wachstum von bis
zu acht Prozent zu erwarten.

Starke Konkurrenz aus China und Indien

Doch etablierte Unternehmen auf dem brasilianischen Markt müssen
sich auch auf neue Wettbewerber einstellen – allen voran aus China
und Indien. „Besonders die Marktführer aus Europa und den USA werden
die Konkurrenz deutlich spüren. Ihr Produktionsanteil lag in 2007
noch bei 84 Prozent. Für 2015 rechnen wir aber nur noch mit einem
Anteil von 70 Prozent“, sagt Keese. Mit Preisen von bis zu 30 Prozent
unter den üblichen Angeboten setzen chinesiche und indische
Automobilhersteller ihre Mitbewerber im Billigsegment unter Druck;
bis 2020 könnten sie daher einen zehnprozentigen Marktanteil in
Brasilien erobern.

Verbesserungspotenzial in der Produktion

Neben den positiven Aussichten bietet der brasilianische Automarkt
aber auch großes Verbesserungspotenzial. Hohe Herstellungs- und
Finanzierungskosten von mehr als 20 Prozent pro Jahr stellen für OEMs
eine deutliche Hürde dar und führen dazu, dass der brasilianische
Markt im internationalen Vergleich noch nicht wettbewerbsfähig ist.
Denn noch treiben hohe Löhne, niedrige Produktivität und ein Mangel
an Automatisierung die Produktionskosten in die Höhe. „Durch
Investitionen zur Effizienzsteigerung und Automatisierung könnten die
Hersteller aber bald mit der internationalen Konkurrenz mithalten“,
sagt Stephan Keese. Auch die Innovationskraft Brasiliens ist,
gemessen mit anderen Nationen, immer noch schwach. „Während
beispielsweise globale Zulieferer rund fünf Prozent ihres Umsatzes in
Forschung und Entwicklung investieren, sind es bei brasilianischen
Zulieferern nur etwa drei Prozent“, sagt Keese. Dennoch sieht er
großes Potenzial im brasilianischen Automarkt: „Unternehmen, die sich
der Schwachstellen bewusst sind und ihre Strategie dementsprechend
anpassen, können den Zukunftsmarkt Brasilien optimal für sich
nutzen.“ Dafür sind Investitionen in moderne Produktionsstätten
notwendig. So planen internationale PKW-Hersteller, bis 2014 rund
zwölf Milliarden Euro in die Modernisierung ihrer Anlagen zu
investieren.

Die Studie können Sie kostenlos downloaden unter:
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Roland Berger Strategy Consultants, 1967 gegründet, ist eine der
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