RTL/n-tv-Trendbarometer FORSA-AKTUELL: Grüne drei Prozentpunkte vor CDU/CSU – Habeck schlägt Kramp-Karrenbauer und Scholz bei der Kanzlerfrage

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Grüne auf Platz 1 / Union nur noch 24 Prozent / SPD
gleichauf mit AfD

Die Erfolgswelle der Grünen, die im RTL/n-tv-Trendbarometer
erstmals in der Woche nach der Europawahl zur stärksten Partei in
Deutschland wurden, hält unvermindert an. Gegenüber der Vorwoche hat
sich der Vorsprung vor der CDU/CSU auf drei Prozentpunkte vergrößert.
Die Union sinkt auf einen historischen Tiefstand von 24 Prozent
(minus 2 Prozentpunkte). Sie liegt damit sogar unter den Werten, die
im Februar 2000 nach der Diskussion über Helmut Kohl und den
Spendenskandal gemessen wurden. Die SPD liegt unverändert bei 12
Prozent, gleichauf mit der AfD (plus 1 Prozentpunkt). Die Linke
verbessert sich um einen Prozentpunkt.

Wenn jetzt der Bundestag neu gewählt würde, ergäbe sich folgende
Stimmverteilung: CDU/CSU 24 Prozent (Bundestagswahl 32,9%), SPD 12
Prozent (20,5%), FDP 8 Prozent (10,7%), Grüne 27 Prozent (8,9%),
Linke 8 Prozent (9,2%), AfD 12 Prozent (12,6%). 9 Prozent würden sich
für eine der sonstigen Parteien entscheiden (5,2%). 18 Prozent aller
Wahlberechtigten sind derzeit unentschlossen oder würden nicht wählen
(Nichtwähler 2017: 23,8%).

Woher kommt der Zulauf zu den Grünen? 25 Prozent der
Grünen-Sympathisanten stammen aus dem Lager der Nichtwähler, 27
Prozent haben zuvor CDU oder CSU und 34 Prozent SPD gewählt. Die
Grünen sind nach wie vor eine „West-Partei“: In Westdeutschland
kommen sie auf 30, im Osten auf 15 Prozent. 33 Prozent der Frauen
wählen grün, aber nur 21 Prozent der Männer. Die Grünen Anhänger
stammen überwiegend aus den oberen Bildungsschichten: 32 Prozent von
ihnen haben Abitur oder Hochschulstudium, 16 Prozent haben einen
Hauptschulabschluss.

Grüne auch bei Kompetenzfrage vor der Union

Auch bei der Einschätzung der politischen Kompetenz der einzelnen
Parteien überflügeln die Grünen im aktuellen RTL/n-tv-Trendbarometer
die Union. 19 Prozent der Bundesbürger trauen den Grünen zu, mit den
Problemen in Deutschland am besten fertig zu werden – das sind zwei
Prozentpunkte mehr als in der Woche nach der Europawahl. Der CDU/CSU
trauen das nur noch 16 Prozent zu (minus ein Prozentpunkt gegenüber
der Vorwoche). Der SPD billigen nur noch 2 von 100 Wahlberechtigten
politische Kompetenz zu.

forsa-Chef Prof. Manfred Güllner gegenüber der Mediengruppe RTL:
„Die Grünen profitieren weiterhin von der höheren
Wählermobilisierung, von der Selbstzerfleischung der SPD und vom
Versuch der CDU, die Grünen beim Bemühen um den Klimaschutz zu
übertrumpfen. Doch den Status einer wirklichen Volkspartei haben sie
trotz hoher Sympathiewerte noch nicht erreicht.“

Kanzlerfrage: Habeck schlägt AKK und Scholz

Könnten die Deutschen ihre Bundeskanzlerin oder ihren
Bundeskanzler direkt wählen, hätte Grünen-Chef Robert Habeck im
aktuellen RTL/n-tv-Trendbarometer bessere Chancen als CDU-Chefin
Annegret Kramp-Karrenbauer und Finanzminister Olaf Scholz (SPD).
„AKK“ verliert gegenüber der Vorwoche weiter an Sympathien. Bei der
Alternative Scholz würden sich 28 Prozent für den Finanzminister und
19 Prozent für Kramp-Karrenbauer entscheiden (minus zwei
Prozentpunkte). Sie fällt damit erstmals unter die 20-Prozent-Marke.

Robert Habeck würde „AKK“ mit 34 zu 21 Prozent schlagen. Auch
gegen Olaf Scholz läge Habeck mit 28 zu 23 Prozent vorn. Allerdings
würden sich bei der Alternative Kramp-Karrenbauer 41 Prozent, bei der
Alternative Scholz 47 Prozent der Grünen-Anhänger nicht für Habeck
entscheiden.

forsa-Chef Prof. Manfred Güllner gegenüber der Mediengruppe RTL:
„An einen grünen Kanzlerkandidaten müssen sich die Bundesbürger erst
noch gewöhnen. So kommt es, dass Habecks Rückhalt selbst bei den
Anhängern der Grünen eher noch verhalten ist.“

Die Meldungen sind mit der Quellenangabe RTL/n-tv-Trendbarometer
frei zur Veröffentlichung.

Die Daten zur Partei- und Kanzlerpräferenz sowie zur Kompetenz der
Parteien wurden vom Markt- und Meinungsforschungsinstitut forsa vom
3. 6. – 7. 6. 2019 im Auftrag der Mediengruppe RTL erhoben.
Datenbasis: 2.501 Befragte. Statistische Fehlertoleranz: +/- 2,5
Prozentpunkte.

Ansprechpartner bei forsa: Dr. Peter Matuschek, Telefon 030 –
62882442

Pressekontakt:
Mediengruppe RTL Deutschland
Bettina Klauser
Tel.: 0163 4564306
Mail: bettina.klauser@mediengruppe-rtl.de

Original-Content von: Mediengruppe RTL Deutschland, übermittelt durch news aktuell

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