Schwäbische Zeitung: Familienpolitik geht an den Bedürfnissen vorbei – Kommentar

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Das Gegenteil von gut ist gut gemeint. Dieser
viel zitierte Satz trifft auf die deutsche Familienpolitik zu –
zumindest haben Eltern oft andere Vorstellungen davon als die
Politiker.

Viele Mütter und Väter wünschen sich mehr Chancengleichheit und
Wahlfreiheit sowie einen Staat, der die richtigen Rahmenbedingungen
für Familien schafft. Sprich, einen Staat, der dafür sorgt, dass es
ausreichende, flexible und bezahlbare Betreuungsmöglichkeiten gibt –
und zwar nicht nur für die ganz Kleinen, sondern auch für die
Größeren. Denn spätestens in der Grundschule stellt sich für
berufstätige Eltern das nächste Betreuungsproblem. Solange es hier
hakt, lässt sich die Vereinbarkeit von Familie und Beruf kaum
zufriedenstellend realisieren.

Doch auch die Wirtschaft muss umdenken und sich offen für flexible
Arbeitszeitmodelle zeigen. Noch sind es zu wenig Unternehmen in
Deutschland, die die Arbeitswelt familienfreundlich gestalten. So wie
es momentan läuft, geht es jedenfalls in den entscheidenden Bereichen
an den Bedürfnissen der Eltern vorbei.

Pressekontakt:
Schwäbische Zeitung
Redaktion
Telefon: 0751/2955 1500
redaktion@schwaebische-zeitung.de

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