Schwäbische Zeitung: Nur Dialog löst Probleme – Kommentar

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Bundespräsident Christian Wulff hat seinen
türkischen Amtskollegen Abdullah Gül betont herzlich, ja fast schon
familiär empfangen. Heute zeigt er ihm sogar seine niedersächsische
Heimat. Nun hat auch Gül im Vorfeld seines Deutschlandbesuchs nicht
mit Kritik an Deutschland gespart. Aber anders als Premier Recip
Erdogan bringt er seine Forderungen nicht so plakativ vor –
staatsmännischer eben. Das erleichtert den Dialog mit der zuletzt
sehr selbstbewusst in Erscheinung getretenen Türkei als Land, das
Brücken bauen will und auch Brücken bauen kann. Natürlich gibt es
Integrationsprobleme, auf die sowohl Wulff als Gül in der
Vergangenheit hingewiesen haben. Doch das Verhältnis der beiden
Nationen ist besser, als es häufig erscheint. Die weltoffen und ohne
Scheuklappen auftretenden Schichten beider Nationen haben kein
Problem miteinander, weil der Wille zur Verständigung da ist. Dann
aber werden auch kritische Worte nicht missverstanden, wird
akzeptiert, wenn Fehler auf beiden Seiten benannt und nicht verdrängt
werden. Wulff wie Gül liegen auf dieser Linie. Sie bringt auf lange
Sicht mehr als Vorbehalte.

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Schwäbische Zeitung
Redaktion
Telefon: 07561-80 100
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