Studie: BI-Projekte sind bei Versicherern zu IT-fokussiert

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IT-Abteilungen sind die Haupttreiber bei
Business-Intelligence-Projekten in Assekuranzen. Vor allem Anwender
wünschen sich jedoch mehr fachlichen Einfluss. Viele BI-Vorhaben
werden zudem noch wie klassische IT-Projekte mit einem starren
Vorgehensmodell durchgeführt. Der Lichtblick: Agile Methoden sind
auch bei BI-Projekten im Kommen. Zu diesen Ergebnissen kommt die
Studie „Business Intelligence (BI) in Versicherungsunternehmen“ der
PPI AG, die im Januar 2013 unter 110 BI-Verantwortlichen und
Führungskräften durchgeführt wurde.

Erkenntnisse, die aus BI-Auswertungen gewonnen werden, werden in
Assekuranzen für operative und strategische
Unternehmensentscheidungen herangezogen. Erstaunlicherweise
dominieren jedoch technische Aspekte und die punktuelle Umsetzung
einzelner Funktionalitäten in BI-Projekten. Es fehlen fachliche
Treiber und eine an ganzheitliche Business-Anforderungen
ausgerichtete Priorisierung für die BI-Projekte. Das zeigen die
Ergebnisse der Studie „Business Intelligence (BI) in
Versicherungsunternehmen“ der PPI AG.

Wichtigster Treiber für BI-Projekte ist die IT. Allerdings gibt es
bei der Eigen- und Fremdwahrnehmung der IT erhebliche Unterschiede.
So sehen nahezu zwei Drittel der BI-Verantwortlichen aus der IT die
IT-Abteilung als Hauptinitiator für BI-Projekte. Bei den
BI-Verantwortlichen aus den Fachbereichen ist jedoch nur jeder
Sechste dieser Meinung. Für sie sind die Geschäftsführung
beziehungsweise der Vorstand der bedeutendste Treiber.

Noch größere Diskrepanzen treten bei der Zufriedenheit mit den
BI-Projekten auf: So ist die Hälfte aller BI-Verantwortlichen aus der
IT beispielsweise sehr zufrieden mit der Korrektheit und Aktualität
der Daten. Doch 71 Prozent der BI-Verantwortlichen aus den
Fachbereichen sehen das nicht so. Sie sind kritischer. Denn für fast
drei Viertel von ihnen ist insbesondere die Korrektheit der Daten
sehr wichtig. Vier von zehn BI-Verantwortlichen aus den
IT-Abteilungen hingegen messen diesem Aspekt weniger Bedeutung zu.
„IT- und Fachabteilungen müssen noch stärker am gleichen Strang
ziehen, um ihren BI-Projekte zum Erfolg zu verhelfen“, empfiehlt
Ursula Besbak, Studienleiterin und Managing Consultant bei der PPI
AG.

Immerhin werden in knapp drei Viertel der Unternehmen die
benötigten Kennzahlen zunächst von den Fachbereichen definiert und
dann von der IT-Abteilung entsprechend umgesetzt. Bei 68 Prozent der
Versicherer verläuft ein BI-Projekt jedoch ganz starr nach
konservativem Wasserfallmodell: Das neue BI-System wird im Voraus
genau geplant und dann in einzelnen aufeinanderfolgenden Phasen
entwickelt. Veränderungen werden als unerwünschte Störung vom
geplanten Ablauf interpretiert und behandelt.

Erfreulich ist, dass bei 42 Prozent der Versicherer auch die agile
BI-Umsetzung auf dem Vormarsch ist. Dort gibt es mehrere Planungs-
und Entwicklungsphasen, da viele Anforderungen zu Beginn eines
BI-Projekts noch gar nicht bekannt sind. Der positive Nebeneffekt:
„Agile BI bringt Fach- und IT-Abteilungen näher zusammen, weil sie
die Anforderungen direkt Seite an Seite umsetzen“, sagt BI-Expertin
Besbak.

Über die Business-Intelligence-Studie

Die Business-Intelligence-Studie der PPI AG zeigt die
BI-Entwicklung in deutschen Versicherungsunternehmen. Die
Online-Befragung wurde im Januar 2013 im Auftrag der PPI AG in
Kooperation mit dem IMWF Institut für Management- und
Wirtschaftsforschung unter 110 BI-Verantwortlichen aus den
IT-Abteilungen und BI-Anwendern aus den Fachbereichen deutscher
Versicherungen durchgeführt.

PPI Aktiengesellschaft

Die PPI Aktiengesellschaft ist seit mehr als 25 Jahren an den
Standorten Hamburg, Kiel, Frankfurt, Düsseldorf und Paris erfolgreich
für die Finanzbranche tätig. 2012 erwirtschaftete das Unternehmen mit
seinen 358 Mitarbeitern 42,4 Millionen Euro Umsatz in den drei
Geschäftsfeldern Consulting, Software Factory und Produkte. PPI
stärkt die Marktposition von Versicherungsunternehmen durch fachlich
wie methodisch exzellente Lösungen für alle Kernprozesse der
Assekuranz, basierend auf langjähriger Praxiserfahrung. In der
Software-Entwicklung stellt PPI durch professionelle und verlässliche
Vorgehensweise eine hohe Qualität der Ergebnisse und absolute
Budgettreue sicher. Das Consulting-Angebot erstreckt sich von der
strategischen über die versicherungs- und bankfachliche bis zur
IT-Beratung.

Pressekontakt:
Oliver Seifried
Faktenkontor GmbH
Tel: +49 (0)40 253 185-127
Fax: +49 (0)40 253 185-327
E-Mail: oliver.seifried@faktenkontor.de

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