Stuttgarter Nachrichten: Kommentar zur Urheberrechtsreform

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Die Urheberrechtsreform zielt im Kern darauf ab,
dass Plattformen wie Youtube, Google oder Facebook gezwungen sein
werden, mit Verlagen oder Musikkonzernen über die Rechte von deren
Inhalten zu verhandeln – was konkret heißt: Geld dafür zu zahlen. Wer
jetzt „Rettet das Netz!“ ruft, der geht von einem idealisierten Bild
des Internets aus, das hierarchiefrei funktioniert, in dem jeder
Einzelne eine Freiheit des Handelns genießt, die es so in einer
„analogen“ Welt nicht gibt. Es ist höchste Zeit, das Urheberrecht an
die Realität des Jahres 2019 anzupassen, sich zu überlegen, wer der
Gesellschaft mit seinen Leistungen nützlich ist – und wer nur als
Trittbrettfahrer davon profitiert. Sollten die teils absichtsvoll
gesäten Zweifel eine Lösung auf europäischer Ebene verhindern, würden
davon die Falschen profitieren.

Pressekontakt:
Stuttgarter Nachrichten
Chef vom Dienst
Joachim Volk
Telefon: 0711 / 7205 – 7110
cvd@stn.zgs.de

Original-Content von: Stuttgarter Nachrichten, übermittelt durch news aktuell

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