Was kann Machtbegrenzung für eine Gesellschaft bedeuten

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Zunächst einmal, was ist Macht? Von Macht ist immer dann zu sprechen, wenn es darum geht, dass jemand in der Lage ist, Andere zu veranlassen, etwas zu tun, was sie sonst nicht tun würden (Heckhausen & Heckhausen, 2010). Ein Blick hinter die psychologischen Mechanismen ist spannend und lohnt sich. Je länger Personen Macht ausüben, umso selbstverständlicher erscheint sie ihnen und umso gedankenloser nutzen sie die Vorteile und Privilegien, die ihnen Macht gewährt. Wir alle sind mögliche Opfer des Macht-Paradoxes. Es kann selbst jene treffen, die ursprünglich mit bestem Wissen und Gewissen ihre Machtpositionen nutzen wollten. Es braucht ein tieferes Verständnis für die Wirkungsmechanismen, um die Verführungen und Fallen der Macht leichter zu erkennen.
Es wurde erforscht, wie Macht die Hirnbiologie verändert. Beispielsweise erhöht Macht den Testosteronspiegel, was zu einer vermehrten Aufnahme des Neurotransmitters Dopamin führt, das u.a. das Belohnungszentrum aktiviert. Als Folge steigen die Laune, die Innovationskraft, der Mut, aber auch die Selbstbezogenheit und andere nicht immer nur vorteilhafte Persönlichkeitsaspekte. Mit dem Anstieg der Lust und Laune greifen schleichend und kaum wahrnehmbar die negativen Aspekte der Macht. Nur mit viel Reflexion, viel Wissen über die Wirkungsmechanismen der Macht und der Annahme von Feedback von außen können die positiven Aspekte der Macht weiterhin genutzt und die negativen Seiten in Schach gehalten werden.
Die Schattenseite der Macht nimmt schleichend Besitz von den Mächtigen. Zahlreiche Studien belegen das, so u.a. ein Experiment an der Universität Oxford 2012. Es konnte gezeigt werden:
□ Macht untergräbt die ausbalancierte Zusammenarbeit mit den Gruppenmitgliedern.

□ Macht reduziert die Fähigkeit zur Empathie, die Fähigkeit, sich in andere Menschen und ihre Perspektiven hineinversetzen zu können.
Jedoch kann man nicht davon ausgehen, dass die negativen Aspekte nur bei bereits auffallenden oder schwachen Persönlichkeiten vorzufinden sind. Wissenschaftliche Studien, wie u.a. die von Oxford 2012,

zeigen, dass selbst Menschen mit unauffälligen Persönlichkeitsmerkmalen bei Anstieg ihrer Machtkompetenz zu negativen Veränderungen in ihrem Verhalten neigten.

In der Partei dieBasis soll diesen Tendenzen entgegengewirkt werden. Abhilfe sollen die Praxis eigenständiger Reflexion und ausführliche Feedbacks innerhalb der Führungspositionen schaffen, welche auch auf Persönlichkeitsworkshops erlernt und vertieft werden. Dabei sind beispielsweise folgende Fragestellungen relevant:
□ Ist Ihnen bewusst, was die Macht mit Ihnen zu machen im Stande ist?
□ Haben Sie Veränderungen Ihrer Gedanken, Ihrer Gefühle, Ihrer Ziele und Ihres Verhaltens wahrgenommen?
□ Wurden Ihnen Veränderungen in Ihrem Verhalten von anderen Parteimitgliedern zurückgespiegelt?

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