WAZ: Ein langer Weg zur Einigkeit – Kommentar von Michael Kohlstadt zurÖkumene

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500 Jahre nach Martin Luthers Thesenanschlag und der
folgenden Kirchenspaltung scheint sich im Ursprungsland der
Reformation eine kleine interkonfessionelle Revolution anzubahnen.
Ernsthaft wie noch nie reden nicht nur Laien, sondern jetzt auch
Bischöfe beider Glaubensrichtungen einem Ende der Kirchentrennung das
Wort. Und in NRW gibt es schon ein nicht mehr zu übersehendes Zeichen
der neuen Grenzüberschreitung: die kürzlich verabschiedete Erklärung
über einen gemeinsamen Religionsunterricht an Schulen.

Doch der begrüßenswerte Wille zur Verständigung darf nicht darüber
hinwegtäuschen, dass sich jahrhundertealte Barrieren so schnell nicht
einreißen lassen. Ökumene-Begeisterten kann man nur empfehlen, die
sprichwörtliche Kirche im Dorf zu lassen. Den Wandel bremsen dürften
nicht nur nach wie vor bestehende Gegensätze in der
Glaubensauslegung. Viel Fantasie muss auch aufwenden, wer sich eine
Anpassung der unterschiedlichen Organisationsformen vorstellen will.
Die Zeichen der Zeit aber sind erkannt. Wie auch anders angesichts
schwindender Mitgliederzahlen in beiden Kirchen. Gegen diesen Trend
hilft wohl nur Einigkeit.

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Westdeutsche Allgemeine Zeitung
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