Wehrbeauftragter: Wünsche der Truppe nach Corona-Krise keinen neuen Sparkurs

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SPD-Politiker Bartels hadert mit Folgen der Reform von 2011 – “Abschaffung der Wehrpflicht war ein Fehler”

Osnabrück. Der scheidende Wehrbeauftragte Hans-Peter Bartels sieht bis heute schwerwiegende Konsequenzen der Bundeswehrreform von 2011. Wichtigster Parameter sei unter dem Eindruck der Finanzkrise die Schuldenbremse gewesen. Im Interview mit der “Neuen Osnabrücker Zeitung” (NOZ) sagte der SPD-Politiker: “Ich wünsche der Truppe, dass ihr das nach der Corona-Krise nicht noch einmal blüht.”

Auch sei die Aussetzung der Wehrpflicht ein Fehler gewesen. Bartels: “Natürlich musste man etwas ändern, der übrig gebliebene Sechs-Monats-Kurzwehrdienst war unpraktisch, die Zahl der angeblich Untauglichen und der Nicht-Gezogenen absurd hoch.” Alternative wäre ähnlich wie in Schweden eine Auswahl-Wehrpflicht gewesen: also weiter alle jungen Leute erfassen und mustern und von den Tauglichen nur diejenigen nach Eignung und Bedarf einziehen, die auch wollen. “Dann hätten wir eine viel breitere Rekrutierungsbasis, und die Bundeswehr könnte aus der ganzen Gesellschaft schöpfen”, erklärte der Politiker. “Aber es nützt ja nichts: Jetzt sollten wir erst mal versuchen, das aktuelle Konzept der reinen Freiwilligenarmee zum Erfolg zu bringen.”

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