Westfalen-Blatt: Das WESTFALEN-BLATT (Bielefeld) zum ICE-Sprinter

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So gut es ist, dass sich Vertreter der Region
für den Halt des geplanten ICE-Sprinters in Bielefeld einsetzen, so
aussichtslos ist das Unterfangen. Denn nicht einmal das Land,
geschweige denn ein Gremium wie der Detmolder Regionalrat, hat die
Möglichkeit, direkt Einfluss auf Planungen der Bahn zu nehmen. Das
weiß man in Detmold auch. Deshalb beinhaltet die am Montag
verabschiedete Resolution die Forderung nach einem Gesetz zur
Gestaltung des Bahnfernverkehrs, wie es der Bundesrat bereits
anstrebt. Das wird aber an der Tatsache nichts ändern, dass man in
OWL den ICE-Sprinter künftig nur bei der Durchfahrt bestaunen kann –
halten wird er hier nicht. Dafür aber möglicherweise in Wuppertal
oder Hagen, alles andere als Metropolen, hinter denen Bielefeld
zurückstehen müsste. Dort könnte allerdings das erwartete Gros der
Fahrgäste aus dem einwohnerstärkeren Ruhrgebiet zusteigen. So rechnet
die Bahn. Es geht beim ICE-Sprinter – zumindest für Politiker vor Ort
– aber auch um Prestige und Regionalpatriotismus. Somit hat die Bahn
mit ihren Plänen zumindest eines erreicht: Die Region rückt in einer
Streitfrage erneut zusammen.

Pressekontakt:
Westfalen-Blatt
Chef vom Dienst Nachrichten
Andreas Kolesch
Telefon: 0521 – 585261

Original-Content von: Westfalen-Blatt, übermittelt durch news aktuell

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