Westfalenpost: Joachim Karpa zu höheren Bußgeldern für Raser

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Es wäre so, als ob im vergangenen Jahr alle Frauen
aus dem Städtchen Erndtebrück in Wittgenstein gestorben wären: 3215.
So viele Menschen kamen auf Deutschlands Straßen 2017 ums Leben.
Zugegeben, ein schräger Vergleich. Eines aber macht er deutlich. Die
hohe Zahl der Verkehrstoten lässt uns kalt. Zu anonym. Die Mobilität
fordert halt ihren Tribut. Es ist eben so. Eine gemeinhin akzeptierte
Quote bei 40 Millionen Autofahrern im Land. Wehe aber, jemand aus
unserer Familie, aus unserem Freundeskreis kommt unter die Räder und
wird Opfer. Das ist nicht hinnehmbar, das darf nicht sein. Klingt
gut, aber bremst die Raserei, nach wie vor Unfallursache Nummer eins,
auf der Straße nicht ein. Der Ansatz der Verkehrsminister, mit
höheren Bußgeldern eine abschreckende Wirkung zu erzielen, ist nicht
verkehrt, wird aber verpuffen. Warum? Weil es zu wenig Kontrollen
gibt, weil die Präsenz auf der Straße mangels Personal fehlt. Bester
Beleg: Vor Jahren haben selbst ausgemusterte und an
Unfallschwerpunkten geparkte Autos der Polizei erzieherische Wirkung
erzielt. Der Blitz-Marathon mit Ansage bleibt ein schlechter Witz.
Fazit: Mehr Bußgeld ist gut, Strafe muss weh tun, mehr Kontrolle ist
noch besser. Das hilft dem Fuß aktiv vom Gaspedal.

Pressekontakt:
Westfalenpost
Redaktion

Telefon: 02331/9174160

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