Bosnische Pflegekräfte können kommen! / bpa begrüßt Vermittlungsabsprache zwischen Deutschland und Bosnien-Herzegowina

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Heute wurde in Bonn eine Vermittlungsabsprache
geschlossen, die es bosnischen und herzegowinischen Pflegekräften
ermöglicht, in Deutschland zu arbeiten. Bernd Meurer, der Präsident
des Bundesverbands privater Anbieter sozialer Dienste (bpa), begrüßt
das Abkommen: „Wir brauchen qualifizierte ausländische
Pflegefachkräfte. Die Bundesregierung hat dies erkannt und verbessert
konsequent die Möglichkeiten dafür. Nach den Vermittlungsabsprachen
mit Serbien und den Philippinen wurde nun innerhalb kurzer Zeit ein
weiteres Tor für bosnisch-herzegowinische Pflegekräfte geöffnet. Das
ist ein richtiger Schritt, den wir nachdrücklich unterstützen.“

Da das Land Bosnien und Herzegowina kein Mitglied der EU ist,
dürfen Bosnier und Herzegowinaer nicht ohne weiteres in Deutschland
arbeiten. Die Vermittlungsabsprache ermöglicht es bosnischen und
herzegwonischen Pflegekräften, sich legal in Deutschland aufzuhalten
und hier zu arbeiten. Die Anerkennung der pflegerischen Ausbildung
und der Nachweis von Sprachkenntnissen ist nicht Bestandteil der
Absprache.

Deswegen sagt der bpa-Präsident: „Die Vermittlungsabsprache ist
nur die halbe Miete! Auch bei der Anerkennung der Ausbildung und der
Sprachkenntnisse dürfen wir keine unüberwindbaren Hürden für
ausländische Pflegekräfte aufstellen. Wir brauchen ein klares Signal,
dass uns diese Fachkräfte willkommen sind. Was wir nicht brauchen,
sind langwierige und bürokratische Verfahren. Hier sind besonders die
Bundesländer gefordert, eine zügige und einfache Umsetzung zu
gewährleisten.“

Der bpa fordert, dass ausländische Pflegekräfte bereits nach
Deutschland kommen und hier arbeiten können, auch wenn sie noch
ergänzende Sprachqualifikationen oder ein Praktikum in der Pflege
nachholen müssen. Während dieser Zeit sollten sie wenigstens als
Pflegehilfskräfte anerkannt und eingesetzt werden können.

Geschlossen wurde die heutige Vermittlungsabsprache auf der
deutschen Seite durch die Zentrale Auslands- und Fachvermittlung
(ZAV), die zur Bundesagentur für Arbeit gehört. Die Direktorin der
ZAV, Monika Varnhagen, sagte: „Deutsche Arbeitgeber sind zunehmend an
Pflegekräften aus dem Ausland interessiert. Die Vermittlungsabsprache
mit Bosnien-Herzegowina bietet uns eine weitere Möglichkeit, solche
Fachkräfte für Deutschland zu gewinnen.“ Die ZAV verweist darauf,
dass mit ihrer Unterstützung im ersten Quartal 2013 bereits mehr
ausländische Pflegekräfte nach Deutschland gekommen sind als 2012 im
Gesamtjahr. „Wir begrüßen diese Entwicklung“, so der bpa-Präsident
Bernd Meurer.

Pressekontakt:
Herbert Mauel, Bernd Tews, Geschäftsführer, Tel. 030-30878860.

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