Freie Presse (Chemnitz): Breite Ablehnung des „social freezing“ bei Linken und Grünen

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Die umstrittene Sozialleistung des „social
freezing“ für junge Mitarbeiterinnen der US-Konzerne Apple und
Facebook stößt bei Grünen und Linken im Bundestag auf harsche
Ablehnung. Die Linken-Familienpolitikerin Diana Golze warf den
US-Firmen vor, „ein verachtendes Frauenbild“ zu befördern. Golze sagt
der in Chemnitz erscheinenden „Freien Presse“ (Freitagausgabe): „Das
Signal ist doch: Du bist nur als junge und nicht familiengebundene
Frau wertvoll.“

Golze fuhr fort, wenn die Vereinbarkeit von Familie und Beruf in
großen US-amerikanischen Konzernen mit der Konservierung von Eizellen
statt mit der Schaffung von betrieblicher Kindertagesbetreuung und
familienfreundlichen Arbeitszeiten beantwortet werde, wüchsen die
Bedenken in Sachen Freihandelsabkommen TTIP für die europäische und
damit auch für die deutsche Sozialpolitik.

Die Frauenpolitikerin Ulle Schauws von den Grünen sagte dem Blatt,
die Finanzierung des Einfrierens von Eizellen könne nicht die Antwort
auf die offensichtliche Problemlage bei der Vereinbarkeit von Beruf
und Familie sein. Es sei „eine völlig falsche Entwicklung“, wenn auf
diesem Wege Druck seitens der Arbeitgeber auf die Frauen ausgeübt
werde, einen Kinderwunsch zu verschieben. „Die Selbstbestimmung von
Frauen bei der Reproduktion ist unantastbar, auch in der
Arbeitswelt“, betonte Schauws.

Pressekontakt:
Freie Presse (Chemnitz)
Torsten Kleditzsch
Telefon: +49 371 656-10400
torsten.kleditzsch@freiepresse.de

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