Innovatives Energiekonzept für den Norden (FOTO)

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Tilia GmbH erstellt Konzept für integrierte Energiewende in Schleswig-Holstein im Rahmen des Projektes INTER100 / Bürgerbeteiligung, geschlossene Kreisläufe und Wasserstoff-Infrastruktur auf der Agenda

Tilia unterstützt ab sofort die Region zwischen Heide und Rendsburg (Schleswig-Holstein) bei ihrer Energiewende. Der Leipziger Dienstleister entwickelt ein umfassendes Konzept, um den klimafreundlichen Strukturwandel in der ländlichen Region voranzutreiben. Die Region umfasst die Gebiete der Entwicklungsagentur Region Heide, des Amts KLG Eider, des Amts Hohner Harde und der Entwicklungsagentur für den Lebens- und Wirtschaftsraum Rendsburg – die gesamte wesentliche West-Ost-Achse in Schleswig-Holstein. Gefördert wird das Projekt INTER100 vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) im Rahmen des Förderprogramms „WIR! – Wandel durch Innovation in der Region“. Im November 2021 wird Tilia das Energiekonzept mit konkreten Handlungsempfehlungen übergeben.

Herausforderungen Mobilität und Einwohnerdichte

In einem ersten Schritt haben die Fachleute eine regionale Bestandsaufnahme erstellt, jetzt arbeiten sie an der Bedarfsanalyse. „Ländlich geprägte Gebiete stellen uns vor besondere Herausforderungen“, sagt Christophe Hug, Geschäftsführer der Tilia. „Verglichen mit urbanen Räumen haben wir eine geringe Bebauungsdichte, die Standorte der Energieabnehmer liegen weit auseinander. Es müssen mehr Leitungen verlegt und hochindividuelle Lösungen für einzelne Standorte gefunden werden. Dazu kommt die zentrale Rolle des Individualverkehrs: In der Region besitzen 80 Prozent der über 18-Jährigen ein eigenes Auto, das wegen der dünnen ÖPNV-Abdeckung häufig unverzichtbar ist. Dem muss ein Energiekonzept Rechnung tragen.“

Um Akzeptanz für die später empfohlenen Maßnahmen zu schaffen, setzen die Fachleute daher vor allem auf Transparenz und Bürgerbeteiligung. Das Konzept der Tilia wird verschiedene Möglichkeiten zur regelmäßigen Information und Beteiligung der Bürger beinhalten. Bei der Konzeption wird Tilia zudem lokale Stakeholder intensiv miteinbeziehen – über transparente Kommunikation, Erfahrungsaustausch, Interviews und Workshops.

Bürger und Stakeholder eng miteinbeziehen

„Wichtig ist, dass alle Maßnahmen in die Region passen und den Menschen wirklich helfen, anstatt sie vor neue Probleme zu stellen, wie es bei der Energiewende mancherorts geschieht“, sagt Tilia-Projektleiter Michael Schäfer. „Die empfohlenen Technologien müssen sich reibungsfrei einfügen. Schleswig-Holstein hat bereits viele Erfahrungen mit Speichern, einem flexiblen Stromnetz oder Windkraft gemacht – diese Ansätze möchten wir stärken und durch weitere Möglichkeiten ergänzen, beispielsweise Biotreibstoffe, Elektromobilität und eine Infrastruktur für klimafreundlichen Wasserstoff.“

Um geeignete Technologien zur zentralen und dezentralen Energieversorgung auszuwählen, überprüfen die Fachleute die Ansätze hinsichtlich Anwendbarkeit, Örtlichkeit und Bedarf. Anschließend werden sie aus den identifizierten Technologien Strategien zum Ausbau und Handlungsanweisungen ableiten. Tilia wird bei jeder im Konzept vorgeschlagenen Maßnahme prüfen, ob sie systemisch-technisch für alle betroffenen Sektoren vorteilhaft ist und ob sie Bürgerinteressen, Stakeholder und regionale Belange ausreichend berücksichtigt.

Geschlossene Kreisläufe schaffen

„Ein zentrales Thema ist die Mobilität. Dabei sind natürlich Elektrofahrzeuge ein Thema, aber dezentrale Synfuel-Produktion aus unterschiedlichen Stoffen“, sagt Michael Schäfer. „Und das sowohl für den Straßenverkehr als auch die Landwirtschaft: Eine mit Biosprit betriebene Erntemaschine, die die Grundprodukte des Kraftstoffs aberntet, kommt einem geschlossenen Kreislauf schon recht nahe. Derartige Ansätze möchten wir verfolgen.“

Im November 2021 wird das umfassende Konzept mit konkreten Handlungsansätzen stehen. Darin enthalten sind außerdem Empfehlungen zum Aufbau und Ausrichtung einer Modellregion inklusive Bedarfe, Synergien und Vorschlägen über das weitere Vorgehen. Außerdem erarbeitet Tilia weitere Projektansätze, um die Region künftig weiter auf ihrem Weg zur Klimaneutralität zu unterstützen.

Über die Tilia GmbH

Tilia ist ein 2009 in Leipzig gegründetes deutsch-französisches Unternehmen. Basis ist die gemeinsame Vision einer erfolgreichen und nachhaltigen Zukunft der Versorgungsunternehmen. Tilia ist der Partner für Städte, Gemeinden, öffentliche und private Versorgungsunternehmen, Industrieunternehmen und Co-Investoren. Gemeinsam erarbeiten sie neue Möglichkeiten, um den zunehmend komplexeren Herausforderungen in den Feldern Energie, Wasser und Umwelt zu begegnen. Das Tilia-Modell ist flexibel: Es reicht von der Beratung und Unterstützung im Projektmanagement bis hin zur gemeinsamen Umsetzung der Projekte. Bereits heute beschäftigt die Tilia zusammen mit ihren Tochtergesellschaften ca. 150 Mitarbeiter und hat über 500 Projekte in mehr als 20 Ländern realisiert.

Über die Entwicklungsagentur Region Heide

Die Entwicklungsagentur Region Heide wurde 2013 im Rahmen der Stadt-Umland-Kooperation der Stadt Heide und den Gemeinden des Amtes KLG Heider Umland gegründet. Die Schwerpunkte in der Arbeit und dem Wirken liegen bei der Wirtschaftsförderung und dem Regionalmanagement. Zudem wirkt die Agentur mit der Projektinitiative und dem innovationsorientierten Netzwerk ENTREE100 durch die Entwicklung und Umsetzung von skalier- und übertragbaren Projekten im Kontext der integrierten Energiewende sowie dem Zusammenbringen von Projektpartnern. Ziel der Agentur ist es, die Region Heide fit und nachhaltig für die Zukunft zu machen, indem vorhandenes Potenzial weiterentwickelt und neue Chancen entdeckt und genutzt werden. Die Entwicklungsagentur beschäftigt momentan 15 Mitarbeiter.

Gefördert vom Bundesministerium für Bildung und Forschung

Pressekontakt:

Michael von Raison, Tel.: 030/88943028, Mobil: 0151/52572024

Original-Content von: Tilia GmbH, übermittelt durch news aktuell

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