Intensivere Stadt-Land-Kooperation als Lösung für die Herausforderungen der Region?

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Die gesamte Metropolregion München steht derzeit vor Herausforderungen, die auf einer an sich sehr erfreulichen Tatsache basieren: Die Region boomt. Auf Grund der prosperierenden Wirtschaft ist das Wachstum groß – ebenso der Zuzug in die Region. Dies gilt insbesondere für die Stadt München, aber auch die ländlichen Räume haben, im Gegensatz zu vielen anderen Regionen Deutschlands, wachsende Bevölkerungszahlen zu vermelden. Die hieraus resultierenden Herausforderungen in Sachen Wohnraum, Bildungsangebote, Infrastruktur oder Mobilität sind nur in enger Zusammenarbeit aller Akteure – aus städtischen wie ländlichen Räumen – zu bewältigen.

Aus diesem Grund stellt die Metropolkonferenz der Metropolregion München in diesem Jahr die Zusammenarbeit zwischen Stadt und Land in den Mittelpunkt und thematisiert, worin die Partnerschaft zwischen der Metropole München und der Region konkret bestehen soll. Eine Frage, die im Mittelpunkt der Konferenz stehen wird, ist, wie sich der Wohnungsmarkt positiv entwickeln kann und welche Voraussetzungen hierfür geschaffen werden müssten. Und bedeutet dies auch, dass Arbeitsplätze von München in die Region hinaus wandern werden und müssen? Und welche Maßnahmen in Sachen Infrastruktur und Verbesserung des Öffentlichen Nahverkehrs sind vonnöten, damit die vorhandenen Systeme nicht in absehbarer Zeit an ihre Grenzen stoßen?

Auch Prof. Dr. (I) Elisabeth Merk, Stadtbaurätin der Landeshauptstadt München, plädierte auf einer Veranstaltung der Metropolregion am 14. Mai 2013 für eine noch engere Kooperation, um den Herausforderungen wirksam zu begegnen und betonte, es könne nicht sein, dass an politischen und administrativen Grenzen Halt gemacht werde. „Die Strukturen hierfür sind da, und die sollten wir noch intensiver nutzen. Wir müssen wirklich noch viel mehr in räumlichen und funktionalen Zusammenhängen denken!“, so Merk. Auch sie wird einen Redebeitrag zur Metropolkonferenz beisteuern.

Klar ist eines: In der Metropolregion München profitieren die ländlichen Räume von der Strahlkraft Münchens ebenso wie die Stadt und ihre Bewohner von Naturräumen und Attraktionen sowie der Wirtschaftskraft der Landkreise, die die Metropole umgeben. In diesem Bewusstsein haben sich die Mitglieder des Netzwerkes Europäische Metropolregion München zusammengeschlossen. Nun gilt es, vor dem Hintergrund der aktuellen Herausforderungen noch enger zusammen zu arbeiten. Impulse hierfür sind von der Metropolkonferenz in Waging am See am 4. Juni 2013 zu erwarten.

Der Landkreis Traunstein: Engagierter Akteur in der Metropolregion München

Der Landkreis Traunstein engagiert sich im Rahmen des Netzwerkes Metropolregion München insbesondere durch die Trägerschaft der 2011 gegründeten Arbeitsgruppe Ländlicher Raum. Diese arbeitet derzeit in vier Facharbeitsgruppen zu Themen, die in der Stadt-Land-Kooperation eine hohe Wichtigkeit mitbringen. Aktuell sind dies die Bereiche Regionale Produkte, Offene Hochschule, Klimaschutz und Energiewende sowie Breitbandversorgung und Datenmobilität. Zudem engagiert sich die Arbeitsgruppe Ländlicher Raum in den bereits bestehenden Arbeitsgruppen der Metropolregion München und bringt so den Blickwinkel des ländlichen Raumes zu breit gestreuten Themen ein. Als Gastgeber der diesjährigen Metropolkonferenz zum Thema Stadt-Land-Partnerschaften ist der Landkreis also prädestiniert.

Metropolregion München: Netzwerk für eine starke Region

Mit den jährlich wechselnden Orten seiner Metropolkonferenz zeigt der Verein EMM auch die große räumliche Ausdehnung der Metropolregion: Diese reicht von Eich¬stätt im Nor¬den bis Garmisch-Partenkirchen im Süden und von Dillingen an der Do¬nau und dem Ost¬allgäu im Westen bis nach Altötting im Osten. Weit über 400 Akteure aus Politik, Wirtschaft, Wissenschaft und Gesellschaft engagieren sich nach dem Leitsatz „Gemeinsam für eine Spitzenposition in Europa“ in Projekten und Arbeitsgruppen der EMM. Durch gezielte Dialoge und gemeinsame Auftritte zu den Themen Wissen, Wirtschaft, Umwelt, Mobilität, Kultur und Sport sowie Ländlicher Raum wird die Gesamtregion gefördert.

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