Kommentar: neues deutschlandüber die Beschlüsse der Kultusminister zur Schulöffnung

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Wer ab wann wie oft und wie lange seine Lehranstalt betreten darf, das bleibt auch nach den Beschlüssen der Kultusministerkonferenz zur schrittweisen Wiedereröffnung der Schulen völlig offen. Fest steht nur, dass jedes Mädchen und jeder Junge vor den Sommerferien seine Lehrerinnen, Mitschülerinnen und Mitschüler mal wiedersehen wird.

Das ist verdammt wenig. Nach wie vor gibt es keinen abgestimmten Zeitplan und kein Konzept, wie Kinder beim weiter nötigen digital gestützten Daheim-Lernen adäquat unterstützt werden sollen. Die Chancenungerechtigkeit aufgrund unterschiedlicher Herkünfte, die in der Bundesrepublik im internationalen Vergleich ohnehin überdurchschnittlich stark ausgeprägt ist, wird so weiter zunehmen.

In den letzten Wochen ist der Föderalismus wiederholt als Vorteil im Kampf gegen die Corona-Pandemie bejubelt worden. Doch im Bildungswesen ist und bleibt er der große Bremser für koordiniertes Vorgehen, das hier, anders als im Handel und in Betrieben, dringend nötig wäre. Stattdessen werden sich Eltern und Schüler weiter mit kryptischen Infobriefen der Landesministerien und Schulämter herumschlagen müssen. Von bundesweit gut vergleichbaren Abschlüssen und von Bildungsgerechtigkeit wird man nach Ende der Krise jedenfalls weiter entfernt sein denn je.

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