Krankenhaushygieniker warnen vor „Doppelmasken“ gegen Corona

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Krankenhaushygieniker warnen vor „Doppelmasken“ gegen Corona

DGKH-Chef Walger: Atmen wird erschwert und Maskenakzeptanz geschwächt – US-Vorstoß „kontraproduktiv“

Osnabrück. Deutschlands Krankenhaus-Hygieniker warnen vor Doppelmasken gegen Corona, wie sie US-Präsident Joe Biden trägt. „Das Tragen von zwei Masken übereinander erschwert das Atmen. Die zwangsläufige Zunahme der Probleme beim Luftholen würde dazu führen, dass noch weniger Menschen konsequent Masken tragen“, sagte Peter Walger, Vorstandssprecher der Deutschen Gesellschaft für Krankenhaus-Hygiene (DGKH), im Gespräch mit der „Neuen Osnabrücker Zeitung“ (NOZ).

Schon bei FFP2-Masken komme es zu Atemerschwernis, das Problem würde noch verschärft. „Wir raten daher sowohl von Doppelmasken als auch von FFP2-Masken für Laien ab und halten mehrlagige Alltagsmasken und chirurgische Masken, OP-Masken in besonderen Situationen für den besten Kompromiss, weil sie dem Gesicht besser angepasst werden können, weil sie das Atmen nicht unnötig erschweren und somit breit akzeptiert werden“, so der DGKH-Vorstandssprecher, der zu den Beratern von Gesundheitsminister Jens Spahn (CDU) zählt.

Walger stellt sich damit gegen Empfehlungen der US-Seuchenkontrollbehörde CDC, die eine „double mask“ (Alltagsmaske über der OP-Maske) empfiehlt. Der neue US-Präsident Biden und sein Gesundheitsberater Jonathan Fauci tragen Doppelmasken. „Dass der Vorstoß zur Doppelmaske aus den USA kommt, überrascht nicht“, sagte Masken-Fachmann Walger. „Unter US-Präsident Trump wurde dort viel zu lange eine Strategie weitgehend ohne Masken gefahren. Mit der Doppelmasken-Offensive droht das Pendel nun allerdings in die Gegenseite auszuschlagen. Für die Bereitschaft, überhaupt Masken zu tragen, wäre das kontraproduktiv.“

Virologe Alexander Kekulé riet hingegen zu einer Art Doppelmaske „light“: Das Problem der OP-Masken sei, dass sie je nach Gesichtsform und Geschick beim Aufsetzen insbesondere seitlich an den Wangen und oben neben der Nase oft nicht dicht sitzen. „Wenn man eine dünne, sehr elastische Maske – etwa einen Seidenstrumpf – darüber zieht, werden diese Lücken geschlossen“, so seine Empfehlung. „Für Menschen, die eine OP-Maske partout nicht dicht bekommen, wäre das eine Option.“

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