Kritik an Gehaltskürzung bei Hartz-IV-Kindern “Kinder in Sippenhaft”

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Bielefeld. Die Grünen haben die Regelung bei Hartz IV
kritisiert, wonach Kinder von Sozialleistungsempfängern de facto für ihre Eltern
haften müssen. In einem Gespräch mit der in Bielefeld erscheinenden Neuen
Westfälischen (Donnerstagausgabe) sagte der sozialpolitische Sprecher der Grünen
im Bundestag, Sven Lehmann, junge Menschen “sollten nicht dafür bestraft werden,
wenn ihre Eltern auf Hartz IV angewiesen sind”.

Lehmann sieht die Betroffenen gegenüber Gleichaltrigen benachteiligt, die nicht
auf Grundsicherung angewiesen sind. “Hartz IV heißt für junge Menschen:
Sippenhaft für ihre Eltern.”

Mehr als 100.000 erwerbstätige junge Leute aus Hartz-IV-Familien verlieren bis
zu 80 Prozent ihrer Einkünfte, wenn sie über 100 Euro im Monat verdienen. Diese
Schlussfolgerung ziehen die Grünen aus der Antwort der Bundesregierung auf ihre
schriftliche Frage zu den Startbedingungen junger Erwachsener.

Die Grünen halten diese Praxis für hochgradig ungerecht. Der Bundesregierung
fehle jegliches Problembewusstsein. “Es wäre richtig, die Bedarfsgemeinschaften
aufzulösen und jeden Menschen sozialrechtlich eigenständig zu betrachten”, sagte
Lehmann. “Das, was unter 25-Jährige Ausbildung oder Nebenjob verdienen, müssen
sie behalten dürfen.” Gerade jene, die Probleme in der Schule hatten, sollten
die Erfahrung machen, “dass sich ihre Arbeit lohnt”.

Pressekontakt:

Neue Westfälische
News Desk
Telefon: 0521 555 271
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OTS: Neue Westfälische (Bielefeld)

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