Mittelbayerische Zeitung: Glaubensfrage Schule Kommentar zum Schulbeginn in Bayern

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Wenn der letzte Lebensmittelladen schließt,
wenn der Arzt keinen Nachfolger mehr findet und wenn wegen fehlender
Kinder die Schule vor Ort aufgegeben werden muss, dann hat eine
Region seine Zukunft verloren. Genau dies passiert derzeit in weiten
Teilen der nördlichen und der mittleren Oberpfalz. Auf diesen
demografischen Wandel reagiert der Freistaat Bayern auch in der
Bildungspolitik: Grundschulen werden mit kombinierten Klassen
geführt, Verbünde von Mittelschulen lösen die klassische Hauptschule
ab. Das Mittelschulkonzept ist nicht unumstritten, aber doch
zumindest mittelfristig eine Lösung: Es bietet die Möglichkeit zur
berufsnahen Ausbildung insbesondere praktisch veranlagter junger
Menschen genauso wie zur Ganztagesbetreuung, zum Erwerb eines
mittleren Schulabschlusses und zum Erhalt möglichst wohnortnaher
Schulen, wobei natürlich Abstriche gemacht werden müssen. Ob das neue
Konzept das Schulsterben langfristig verhindern kann, ist allerdings
unwahrscheinlich. Eine Alternative wäre die Gemeinschaftsschule mit
Haupt- und Realschülern sowie Gymnasiasten unter einem Dach. Ob
dieses Modell viele kleine Schulen auf dem Land wirklich vor dem Aus
retten könnte, bleibt eine Glaubensfrage.

Pressekontakt:
Mittelbayerische Zeitung
Redaktion
Telefon: +49 941 / 207 6023
nachrichten@mittelbayerische.de

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