Mitteldeutsche Zeitung: Alterssicherung Chef der Rentenversicherung Mitteldeutschland: Kampf gegen Altersarmut muss bereits in der Erwerbsphase beginnen

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Halle. Der Chef der Rentenversicherung
Mitteldeutschland, Wolfgang Kohl, wünscht sich von der Politik eine
„seriöse Problemanalyse“ und keine Schnellschüsse. Das sagte er der
in Halle erscheinenden Mitteldeutschen Zeitung (Mittwoch-Ausgabe).
„Die Strategien, die jetzt zu entwickeln sind, müssen aus meiner
Sicht zwingend an den Ursachen für Altersarmut ansetzen“, fügte er
hinzu. Diese lägen fast immer in der Erwerbsphase begründet. Die
gesetzliche Rentenversicherung könne nicht nachträglich reparieren,
was durch die gesellschaftlichen und wirtschaftlichen Entwicklungen –
insbesondere den massive Wandel in der Arbeitswelt – bereits
eingetreten sei. „Altersarmut muss und kann nur vor der Rente
verhindert werden“, so Kohl. Vor diesem Hintergrund bezeichnet er es
als einen „Schritt in die falsche Richtung“, dass für Bezieher von
Arbeitslosengeld II keine Rentenbeiträge mehr abgeführt werden. „Hier
hätte ich mir eher eine Aufstockung der Beiträge gewünscht“, fügte er
hinzu. Auch die soziale Absicherung von Erwerbsarbeit jenseits des
Normalarbeitsverhältnisses müsse verbessert werden. Kohl denkt dabei
an kleinere Selbstständige, aber auch an Minijobber und Menschen, die
in Teilzeit arbeiten. „Für mich ist auch die Erweiterung der
Rentenversicherung zu einer Erwerbstätigenversicherung eine
bedenkenswerte Option“, sagte er.

Pressekontakt:
Mitteldeutsche Zeitung
Hartmut Augustin
Telefon: 0345 565 4200

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