Mitteldeutsche Zeitung: zu Nordkorea/USA

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Die wahren Motive für den abrupten Stimmungswechsel
sind schwer zu ergründen. Klar ist nur, dass der nordkoreanische
Machthaber den selbsternannten Meister des Deal-Machens vorgeführt
hat. Nicht nur seine Rhetorik hat Trump, der dem „verrückten kleinen
Raketenmann“ einst mit der Vernichtung drohte, bis an die Grenze der
Anbiederung zurückgefahren. Mit der Einwilligung in einen Handschlag
hat er den autoritären Herrscher zum gleichwertigen Partner
aufgewertet. Gleichzeitig brüstet er sich schon mit einem Erfolg
des Treffens. Trumps Karten liegen also auf dem Tisch. Nun trumpft
Kim auf: Bei einer Absage des Gipfels hat er wenig zu verlieren. Der
Präsident aber stünde als eitler Maulheld da.

Pressekontakt:
Mitteldeutsche Zeitung
Hartmut Augustin
Telefon: 0345 565 4200
hartmut.augustin@mz-web.de

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