Neue OZ: Kommentar zu energetische Gebäudesanierung

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Deutschland im Dämmwahn?

Sie birgt Sprengstoff, die Prognos-Studie zur energetischen
Gebäudesanierung im Auftrag der Förderbank KfW. Denn sie besagt
nichts Geringeres, als dass die von fast allen Parteien vertretene
These ein Märchen ist, die Dämmung von Häusern würde sich rechnen.
Vielmehr, so das renommierte Institut, steht den Einsparungen bei den
Heizkosten mehr als das Zweifache an Investitionskosten gegenüber.

Stimmen diese Zahlen, die wohlbemerkt weder von einer Bau- noch
Öko-Lobby stammen, könnte es für viele Immobilienbesitzer und Mieter
ein böses Erwachen geben. Denn sie müssten für die energetische
Sanierung kräftig draufzahlen – allen anderslautenden Beteuerungen
von Bauminister Ramsauer zum Trotz. Praxisbeispiele dafür gibt es
jedenfalls. Bezahlbarer Wohnraum droht so noch knapper zu werden.

Sicher: Eine Dämmung von Dach und Kellerdecke spart mitunter Geld.
Auch moderne Fenster, Türen und Heiztechnik können sich lohnen – für
Umwelt und Verbraucher. Doch um die Fassadensanierung tobt in
Deutschland fast ein Glaubenskrieg. Kritiker sprechen von einem
Dämmwahn, der viel kosten, Schimmel befördern und kaum CO2-Einsparung
bringen soll. Das mag übertrieben sein. Doch bevor die Regierung im
Namen von Klimaschutz und Energiewende die Vorgaben weiter
verschärft, sollte die Energieeinsparverordnung überprüft werden.
Mehr gesicherte Erkenntnisse, weniger Ideologie – das erscheint
sinnvoll.

Pressekontakt:
Neue Osnabrücker Zeitung
Redaktion

Telefon: +49(0)541/310 207

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