Neue Westfälische (Bielefeld): Aus für den Musikpreis Echo Erbärmlich Jörg Rinne

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Nein, so einfach, wie sich der Bundesverband
Musikindustrie die Sache jetzt machen will, ist sie nicht: Die Marke
Echo sei durch den Skandal um die Rapper Farid Bang und Kollegah
stark beschädigt worden. Eine Neuausrichtung des Preises sei geplant.
Ende der Debatte? Wohl kaum, denn das Problem ist nicht der Preis,
sondern sind die Manager der Musikindustrie selbst. Sie haben mit der
Auszeichnung der antisemitischen, frauenverachtenden, homophoben und
gewaltverharmlosenden Rapper bewusst die Öffentlichkeit gesucht. Den
Aufschrei einkalkuliert, um die größtmögliche PR-Wirkung zu erzielen.
Am Ende sollten die Kassen klingeln. Das war das Ziel und das ist der
eigentliche Skandal. Wie erbärmlich muss es um einen Wirtschaftszweig
bestellt sein, der diesen Weg beschreitet – skrupellos und geldgeil.
Es hätte nicht erst der Echo-Preisverleihung bedurft, um zu erkennen,
dass die Hass-Subkultur der beiden Rapper längst eine Grenze
überschritten hat, entlang der sich Menschwürde in Deutschland
definiert. Niemand in der Führungsetage der Bertelsmann Music Group
(BMG) will dies erkannt, sich nicht unwohl angesichts dieser ekeligen
Texte gefühlt haben? Es ist längst Zeit, uns unseres
gesellschaftlichen Respekts wieder bewusster zu werden. Nicht alles,
was möglich ist, muss deshalb auch richtig sein. Und das ist kein
Plädoyer gegen die Freiheit der Kunst, sondern die Forderung nach
Toleranz – und Mut.

Pressekontakt:
Neue Westfälische
News Desk
Telefon: 0521 555 271
nachrichten@neue-westfaelische.de

Original-Content von: Neue Westfälische (Bielefeld), übermittelt durch news aktuell

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