Ostthüringer Zeitung: Jörg Riebartsch kommentiert: Gefälschte Nachrichten

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Manche Themen eines Jahres verschwinden auch im
folgenden nicht von der Tagesordnung: Gefälschte Nachrichten, oder
wie es mit englischer Zunge heißt, „Fake News“.

Gefälschte Nachrichten, meist über das Internet verbreitet, sind
in vielen Ländern zum Ärgernis geworden. Die tschechische Republik
beispielsweise, in der im Herbst 2017 gewählt wird, startet deshalb
im Innenministerium zu Neujahr mit einer Art Wahrheitsagentur. 20
Mitarbeiter sollen dort gefälschte Nachrichten im Internet aufspüren
und deren Verbreitung verhindern.

Bewusst verbreitete falsche Meldungen, wie die Mär im
US-Wahlkampf, „Der Papst unterstützt Donald Trump“ (war gelogen), ist
aber nicht der einzige Aufreger. Das Internet bietet auch die
Möglichkeit, mit Hilfe eines Roboters, falsche Nachrichten massenhaft
zu verbreiten. Diese Roboter können Stimmungen in den sozialen
Netzwerken beeinflussen, in dem sie auf ein bestimmtes Stichwort bei
Facebook oder Twitter reagieren und vorbereite Kommentare versenden.
Damit wird der Eindruck erweckt, ganz viele Menschen teilen die
bestimmte Meinung eines Politikers. Dabei sind diese vielen Menschen
nur ein Roboter, der einen programmierten Befehl ausführt. Die
Meinung des Politikers wird also in Wirklichkeit gar nicht geteilt.
Auffallend bei Kommunikation im Internet: Hinter manchen Adressen
steckt zwar keine Maschine, dafür aber ein Mensch, der seine
Identität nicht Preis gibt. Nicht selten ist es die Kombination aus
beidem: Die Nachricht ist gefälscht und auch der, der sie verbreitet.

Dem ist kaum beizukommen. Die Giganten des Internets wie Facebook,
Google oder Twitter, allesamt amerikanische Großkonzerne, sind nur
schwer zu bewegen, gegen Missbräuche ihrer Angebote vorzugehen.
Deutsche Regierungspolitiker werden da zum erfolglosen Bittsteller.
Entscheider ist und bleibt der Firmenboss und nicht der Gesetzgeber.
Man kann sich nur selbst schützen, indem man äußerst kritisch mit
allen Informationen umgeht, die man bei Facebook oder Twitter liest.

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Redaktion Ostthüringer Zeitung
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