Rheinische Post: Bankgeheimnis ade = Von Georg Winters

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Wenn Ende dieses Jahres EU-weit das
Bankgeheimnis fallen sollte, wäre das ein politischer Erfolg für die
Union. Eine gefühlte Ewigkeit lang haben sich Steueroasen der
gemeinsamen Kontrolle entzogen und damit der Steuerflucht Vorschub
geleistet. Jetzt ist Europa auf dem besten Weg, die Oasen
auszutrocknen. Es zeigt große Einheit – ein gutes Signal für die
europäische Idee. Wenn sich Europa mit Drittländern wie der Schweiz
und Liechtenstein verständigen sollte, wird es für Luxemburg und
Österreich kein Zurück mehr geben. Durch die Abschaffung des
Bankgeheimnisses wird ja auch nicht der steuerliche Wettbewerb der
Standorte außer Kraft gesetzt. Investoren und Anlegern günstige
Bedingungen zu gewähren, ist ein faires Mittel; Steuerflüchtlinge mit
der Abschirmung gegen die gesetzlich legitimierten Steueransprüche
ihres Heimatlandes zu schützen, ist Beihilfe zur Steuerhinterziehung.
Genauso wie die Möglichkeit, Ausländer mittels Zweitwohnsitz zu
Inländern zu machen. Auch diese Trickserei gehört abgeschafft, wenn
sie der Steuerflucht dient.

Pressekontakt:
Rheinische Post
Redaktion

Telefon: (0211) 505-2621

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