Rheinische Post: Gesundheitskarte mit mehr Datenüberfällig

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Wenn Bundesgesundheitsminister Hermann Gröhe
(CDU) von der neuen elektronischen Gesundheitskarte für Versicherte
spricht, bemüht er das Bild eines Sportwagens in der Garage, der
bisher nicht zu seinen Höchstleistungen auflaufen durfte. Nun kann
man darüber streiten, ob die Karte – selbst wenn ihr Einsatz
vollumfänglich erlaubt wäre – zu den Fortschrittlichsten ihrer Art
zählt. Der Sportwagen-Vergleich aber stimmt. Denn das alte Modell war
antiquiert, die neue Karte mit mehr Daten überfällig. Mit Stammdaten
wie Name, Alter und Geschlecht wird vor allem der Missbrauch von
Gesundheitskarten bekämpft. Der ist zwar mit rund einer Milliarde
Euro Schadensumme pro Jahr teuer. Richtig interessant wird es aber
für die meisten Patienten erst, wenn ein Notfalldatensatz, alte
Röntgenbilder und vor allem bereits verschriebene Medikamente auf der
Karte gespeichert werden. Dann könnte sie dazu beitragen, dass
doppelt und dreifach von verschiedenen Ärzten verschriebene Pillen
der Vergangenheit angehören werden. Und zur eierlegenden Wollmilchsau
würde die Karte, wenn zudem genug Aufklärung der Patienten über
Wahlmöglichkeiten und Datensicherheit gewährleistet würde.

Pressekontakt:
Rheinische Post
Redaktion

Telefon: (0211) 505-2621

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