Rheinische Post: Kommentar / Braunkohle-Umbau als Chance für Laschet = VON REINHARD KOWALEWSKY

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Die Vorschläge für eine Unterstützung des
Rheinischen Reviers für die Zeit nach der Braunkohle können nur als
Anfang gesehen werden. Erstens muss erreicht werden, dass es als
Ersatz genügend preiswerten Strom aus Windkraft, Sonne und Gas gibt.
Denn so schwierig der Wegfall von 10.000 Jobs bei RWE ist, viel
bedrohlicher wäre, wenn Zehntausende weitere Stellen in der Chemie
oder der Metallindustrie wegfallen. Also muss die Kommission einen
flexiblen Endtermin für die Braunkohle festlegen, um bei
Verzögerungen des Ausbaus alternativer Energien Zeit zu haben.
Zweitens müssen die Modernisierungspläne für das Revier schnell
konkret werden: Einige Windparks sind Pflicht, Labore für die
Power-to-Gas-Technologie wären gut, eine engere Kooperation mit den
Hochschulen auch. Es muss viel geschehen. Gewinner wäre NRW als
Ganzes und vielleicht Ministerpräsident Armin Laschet. Gelingt es dem
CDU-Mann, einen nicht zu radikalen Braunkohleausstieg mit einer
Vision zu verkoppeln, steigen seine Chancen, in nicht allzu ferner
Zeit Kanzler zu werden. Angela Merkel ist angezählt, eine neue
Koalition ist ohne Grüne schwer denkbar – da könnte eine schlaue
Verbindung von Ökologie und Ökonomie ihm viel bringen.

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