Rheinische Post: Länder wollen staatliche Aufsicht über Algorithmen ausweiten

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Die Verbraucherschützer der Länder wollen
Algorithmen unter strengere staatliche Kontrolle stellen. Die
rheinland-pfälzische Verbraucherschutzministerin Anne Spiegel (Grüne)
will bei der Fachministerkonferenz in dieser Woche einen
entsprechenden Leitantrag einbringen. ”Algorithmen sollen uns
das Leben erleichtern und nicht unser Leben bestimmen”, sagte Spiegel
der Düsseldorfer “Rheinischen Post” (Mittwoch). Für mehr Transparenz
fordert sie eine “Kennzeichnungs- und eine Begründungspflicht”. Es
brauche “verständliche, verbrauchergerechte und aussagekräftige
Informationen” darüber, welche Datenkategorien und Kriterien
Algorithmen zu welchem Zweck verwenden, wie die Daten in die
Bewertung einfließen und welche Relevanz sie für die Bewertung einer
Entscheidung haben. Zugleich dringt Spiegel auf mehr staatliche
Kontrolle und Aufsicht. Schon jetzt gebe es Behörden, die die
verschiedenen Aspekte von Algorithmen prüfen würden. “Aber die
meisten dieser Behörden sind nicht originär für Verbraucherschutz
zuständig und verfügen leider noch nicht über die notwendige
Befugnis, Expertise und Ressourcen für mehr Kontrolle. Und das will
ich ändern”, sagte Spiegel. Sie forderte den Bund auf, “Geld in die
Hand zu nehmen um Aufsichtsstellen entsprechend auszustatten”. Diese
müssten Algorithmen kontrollieren, testen und nötigenfalls bei Bedarf
auch aus dem Verkehr ziehen, sagte Spiegel.

Pressekontakt:
Rheinische Post
Redaktion

Telefon: (0211) 505-2627

Original-Content von: Rheinische Post, übermittelt durch news aktuell

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