Risiko Soft-Skills: Großunternehmen misstrauen datengesteuerter Rekrutierung (FOTO)

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Wenn es um die individuelle Beurteilung ihrer Bewerber geht, sehen
vor allem große Unternehmen Schwächen in der Automatisierung. Drei
Viertel befürchten eine Abwertung von Soft-Skills (75%), mehr als ein
Drittel eine Auswahl von schlechteren Kandidaten (35%). Zu diesem
Ergebnis kommt die aktuelle Randstad ifo-Personalleiterbefragung, die
vierteljährlich Deutschlands Personalverantwortliche zu HR-Trends
befragt.

Ist datengesteuerte Rekrutierung zu effizient?

Diese Bedenken werden von jenen Unternehmen am deutlichsten
geäußert (über 500 Mitarbeiter), die datengesteuerte
Rekrutierungsmethoden am häufigsten nutzen (8%) und ihr
Effizienzsteigerungs-potenzial am stärksten hervorheben (50%). Neben
Chatbots, Sprachanalyse-Tools bei Telefon-interviews und
Gamification-Strategien kommen vor allem Matching-Algorithmen zum
Einsatz (4,8%). Wie könnte die weitgreifende Skepsis gegenüber diesen
Technologien reduziert und sichergestellt werden, dass sie bei der
Bewerberauswahl besser greifen?

Die Zukunft des Rekrutierens ist interaktiv

Die Antwort liegt in der differenzierten Verbindung von Mensch und
Maschine. “Die menschliche Fähigkeit, komplexe Zusammenhänge zu
überblicken und zu managen, ist extrem wichtig in der digitalisierten
Arbeitswelt, die geprägt ist von globalen Wirtschaftsstrukturen,
technologischem Fortschritt und der kontinuierlichen
Ausdifferenzierung von Unternehmens- und Jobmodellen”, betont Andreas
Bolder, Director Group Human Resources bei Randstad. Diese
persönlichkeitsbildenden und fachübergreifenden Kompetenzen könnten
mit automatisierten Auswahlverfahren nicht beurteilt, aber besser
erfasst werden, so Bolder. Dass in 66% der Fälle datengesteuerte
Rekrutierungsmethoden bei der Suche nach Personal eingesetzt werden
und nicht bei der Auswahl, bestätigt, dass die Zukunft des
Rekrutierens beides verbinden kann: die effiziente
Kandidatenrecherche und ihre zwischenmenschliche Einschätzung.

Über die Randstad-ifo-Personalleiterbefragung

Die hier vorgestellten Ergebnisse stammen aus der
Randstad-ifo-Personalleiterbefragung, die quartalsweise durch das
ifo-Institut im Auftrag vom Personaldienstleister Randstad
durchgeführt wird. Die Studie befragt bis zu 1000
Personalverantwortliche in deutschen Unternehmen unterschiedlicher
Größen und Branchen. Die Sonderfrage im ersten Quartal 2019 bezog
sich auf den Einsatz von datengesteuerten Rekrutierungsmethoden in
Deutschlands Unternehmen.

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Randstad Deutschland Pressestelle
Helene Schmidt
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